Esel, Ziege & Co.Unser kleiner Tierpark besteht seit 2002 „An meiner Ziege hab ich Freude“ – das Kinderlied könnte der Gruppe Bambule als Werbung dienen. Seit fünf Jahren ist im Stift die Freude an den Tieren ungebrochen. Was mit zehn Hühnern begann, hat sich inzwischen zu einem richtigen Streichelzoo gemausert: drei Esel, drei Ziegen, zwei Schafe, zwei Frettchen und zwei Pfaue. Seit Ende Februar gesellten sich auch noch Hühner zu der bunten Truppe.  Für Spaziergänger aus dem Stift und der näheren Umgebung ist der kleine Wildpark längst kein Geheimtipp mehr: Am Tiergehege begegnen sich Menschen mit und ohne Behinderung. „Tiere gehören doch einfach zum Leben dazu“ – Diese Sehnsucht nach einem tierischen Freund hat die Verantwortlichen der Gruppe Bambule, Bernhard Schädle und Harald Schwarzott, im Jahr 2002 bewogen, einige Hennen anzuschaffen. „Anfangs hat man uns als ‚Hühnerbarone’ belächelt“, einen sie mit einem Augenzwinkern, „heute ist man sich dem therapeutischen Wert der Tiere bewusst.“ Über die Beziehung zu den Vierbeinern können Menschen mit Behinderung lernen, Verantwortung zu übernehmen und ihre Kontaktscheu zu überwinden. „Außerdem bringen sie ein Stückchen mehr Normalität ins Stift“, finden die beiden Initiatoren des Projekts. Diese Erfahrungen haben Bernhard Schädle und Harald Schwarzott auf einer Tagung in Sommerhausen anderen Einrichtungen mitgeteilt. 
Dort bestätigte man ihnen ein gutes Händchen für die Auswahl der Tiere: Esel und Schafe sind geduldig und scheuen nicht, die Ziegen dagegen neugierig und gewinnen mit ihrer unbekümmerten Aufdringlichkeit die Zuneigung der Bewohner. Vor allem die schwarze Ziege „Nanny“ sorgt mit ihren Streifzügen durchs Stift immer wieder für Gesprächsstoff. Auch wenn das St. Josefs-Stift die Initiative seiner Mitarbeiter voll unterstützt, ist der Alltag mit den Tieren nicht immer leicht. Die tägliche Pflege bestreiten Schädle und Schwarzott zusammen mit ihren Kolleginnen aus der Gruppe Bambule aus dem regulären Stundenkontingent. Einige Mitarbeiter der Förderstätte unterstützen Sie bei der täglichen Pflege. Für die Mitarbeiter bedeutet der Aufbau des kleinen Tierparks ein hohes persönliches Engagement, das vor ehrenamtlichem Einsätzen nicht Halt macht. Die Gruppe findet zwar Hilfe bei einigen Bewohnerinnen und Bewohner, die sie zuverlässig unterstützen, doch die Suche nach neuen Mitarbeitern fällt schwer: „Viele Kollegen scheuen vor der Pflege und Versorgung der Tiere zurück.“ Ihren Elan lässt sich die Gruppe Bambule jedoch nicht nehmen: „Wir träumen von einer Eselswanderung mit den Bewohnern und einem Bauwagen wie Peter Lustig. Bunt bemalt wäre er ein mobiles Café und jederzeit ein neues Ausflugsziel.“ Der Tierpark freut sich stets über finanzielle Unterstützung:St. Josefs-Stift gGmbH Liga Bank Würzburg BLZ: 750 903 00 Kto: 300 44 22 Stichwort: Tierpark
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