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Die Physiotherapie im St. Josefs-Stift

Abteilung wird seit 1.1. 2013 als reguläre Praxis geführt

 

 

v. li. Gisela Busch-Kolb, Ulrike Mais, Oliver Frauendorfer, Michael Kapler, Silke Hammer, Rosi Sauer
v. li. Gisela Busch-Kolb, Ulrike Mais, Oliver Frauendorfer, Michael Kapler, Silke Hammer, Rosi Sauer

Seit der Kündigung des Teilungsabkommens zum 31. Dezember 2012 durch die AOK Bayern hat sich für die physiotherapeutische Abteilung im St. Josefs-Stift Eisingen vieles verändert. Seit annähernd 40 Jahren wurde die Heilmittelversorgung (Physio-, Ergo- und Logotherapie) der BewohnerInnen durch die Krankenkassen im Rahmen des Teilungsabkommens pauschal durch einen zusätzlichen Pflegesatz abgegolten. Alle Bewohner im St. Josefs-Stift bildeten dadurch eine Solidargemeinschaft im Kleinen, bei der Bewohner mit hohem medizinischen Hilfebedarf von den Bewohnern profitierten, die einen geringeren Bedarf hatten.

 

 

 

Seit 1. Januar 2013 gilt diese Regelung nun nicht mehr. Die therapeutische Abteilung im St. Josefs-Stift hat kein festes Budget mehr, das sie in Absprache mit den zuständigen Ärzten und Orthopä-den für die Behandlung der Bewohner nutzen könnte. Jetzt brauchen alle, auch Patienten z. B. mit einem chronisch erhöhten Muskeltonus (Spastik), für jede Behandlungsfolge ein eigenes Rezept. Nur so können die Therapeutinnen und Therapeuten ihre Leistung auch abrechnen.

Für die Einrichtung bedeutet diese Entwicklung eine große Veränderung. Ursprünglich arbei-teten zehn Personen (Physiotherapeuten, Motopäden, Masseure, Bademeister und Hilfskräfte) in der Abteilung und boten von der Physio- bis zur Wassertherapie vielfältige Behandlungen an. Das Gesamtbudget konnte im Sinne der Patienten bedarfsgerecht eingesetzt werden und diese Regelung war für alle Beteiligten sicher eine optimale Lösung. Damit ist es nun leider vorbei. Auch die anderen beiden großen Einrichtungen in Würzburg, Blindeninstitut und Zentrum für Körperbehinderte, sind von der Kündigung des Teilungsabkommens und den daraus resultierenden Konsequenzen gleichermaßen betroffen. 

Nicht nur für die Physiotherapeuten bedeutet der Start der privaten Praxis im St. Josefs-Stift einen Einschnitt. Nur noch 2,5 Fachkraftstellen sind geblieben, die sich der Leiter Michael Kapler, Oliver Frauendorfer, Ulrike Mais und Silke Hammer gemeinsam teilen. Unterstützt werden sie durch die Motopädin Gisela Kolb-Busch sowie die Beschäftigte Rosi Sauer. Nun sind auch die Gruppenmitarbeiter stärker gefordert. Wegen der engen Termintaktung sind sie angehalten die Termine einzuhalten und ihre Betreuten pünktlich zur Praxis zu bringen.

Das Physioteam ist trotz der neuen Situation hoch motiviert. „Wir werden natürlich weiterhin alles daran setzen, unsere Patienten auch zukünftig umfassend, ganzheitlich und in gewohnter Qualität zu therapieren“, sagt Michael Kapler. Durch die gute Unterstützung durch die niedergelassen Orthopäden war der Start bisher erfolgreich.

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Bei Fragen oder Anregungen können Sie sich gerne mit
dem Leiter der Physiotherapie Herrn Michael Kapler
unter der Telefonnummer 09306 209-312 in Verbindung setzen.