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Flohmarkt im St. Josefs-Stift
Ein Geheimtipp
Eisingen – „Der Flohmarkt im St. Josefs-Stift ist ein Geheimtipp“ – Dieser Satz fiel oft zwischen dem Trubel der über 160 Trödlerstände, die sich im St. Josefs-Stift aneinanderreihten. In seinem fünften Jahr erfreute sich der Flohmarkt der Einrichtung wachsender Beliebtheit: Wohin man sah, war das Gelände von raffiniertem Porzellan, altem Büchern, Nippes, Second-hand-Kleidung und modernem Antiquariat erfüllt. Überall wurde gefeilscht und gehandelt und die Bewohner der Einrichtung machten kräftig mit. „Das ist das Besondere an unserem Flohmarkt“, erklären die Organisatorinnen des St. Josefs-Stifts, „auf der einen Seite ist es ein ganz normaler Flohmarkt und auf der anderen Seite schaffen wir Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Behinderung.“
Flohmarkt 2010

Obwohl der Flohmarkt erst um zehn Uhr eröffnet wurde, begann der Trubel bereits morgens um sieben Uhr. Nach und nach rollten die PKWs ins Gelände. Das Organisationsteam nimmt das Stop-and-Go des Morgens leicht: „Das gehört doch dazu. Das Wichtigste ist, dass die Versorgungswege für Küche oder Krankenwagen frei bleiben – dafür müssen wir sorgen.“

Der Einrichtung geht es mit der Ausrichtung des Flohmarkts um die Begegnung. Deshalb gibt es neben dem Verkauf ein kleines Rahmenprogramm, das zum Verweilen einlädt. Ehrenamtliche sorgten für die musikalische Umrahmung und die Turnerjugend bot schwungvolle Akrobatik. Selbst die Standgebühr hat ihren Charme. „Fünf Euro und ein Kuchen oder 10 Euro“, heißt es in der Anmeldung. Viele Trödler nutzten die Möglichkeit, die Standgebühr durch die eigenen Backkünste zu halbieren. Das bescherte den Organisatorinnen eine bunte Vielfalt an Leckereien, die sie an die hungrigen Besucher verkauften. Auch Gyros und Bratwürste waren heiß begehrte Spezialitäten. So hielt die Stimmung gut einen kurzen Regenschauer aus, der fast schon obligatorisch zum Flohmarkt im St. Josefs-Stift gehört.

 

Veröffentlicht: 18.06.2010 Andrea Schödl