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| © halbigkolb |
| Labyrinthmitte mit Blick Richtung Spessart |
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Labyrinth im St. Josefs-Stift „Labyrinthe gehören zu den ältesten symbolischen Zeichen der Menschheit. Seit Jahrtausenden wird es in Felsen oder Ton geritzt, auf Keramiken gemalt, mit Steinen am Boden ausgelegt oder in alte Handschriften gezeichnet. Man findet Labyrinthe auf alten kretischen Münzen, auf etruskischen Vasen, an sizilianischen Gräbern, auf indonesischen Goldringen, aber auch auf Schmuckstücken nordamerikanischer Indianer. Labyrinthe wurden in spanische, englische, russische Felsen geritzt, in französischen Kathedralen als Bodenmosaike ausgelegt, in indische Tempelverzierungen eingebaut, in pakistanische Moscheen geschnitzt...“, so schreibt der österreichische Labyrinthforscher Gernot Candolini, Mit Unterstützung labyrinthbegeisterter Personen und Gruppen baute die Theaterwerkstatt Eisingen ein begehbares Labyrinth im St. Josefs-Stift. An Christi Himmelfahrt am 5. Mai 2005 anlässlich des alljährlichen Stiftsfest wurden die Anfänge den Besuchern vorgestellt. Das Knidos Labyrinth
Das Labyrinth im St. Josefs-Stift Eisingen ist dem Labyrinth von Knidos nachempfunden, das auf einem schwarzen Marmorblock in Knidos im Südwesten der Türkei vor einigen Jahren gefunden wurde. Das Graffito lässt sich auf das 6.-7. Jh. n.Chr. datieren.Während das Original nur ca. 20 cm groß ist , hat das Labyrinth im St. Josefs-Stift einen Durchmesser von 27 m mit einer einfachen Weglänge von 354 m. Die Mitte des Labyrinths kennzeichnet ein Kirschbaum von einer runden Bank umgeben, die zum Verweilen einlädt. Bei klarem Wetter schweift der Blick nach Norden bis zur Rhön und im Westen zu den bewaldeten Bergrücken des Spessarts. Herrliche Sonnenuntergänge inclusive. Im Labyrinth verwirklichenWir suchen immer wieder Künstlerinnen, Künstler oder einfach Interessierte, die sich im Labyrinth künstlerisch verwirklichen möchten, einen Baum oder Strauch pflanzen oder sonst ein Zeichen setzen wollen. Absprachen oder Ideen bitte an die Theaterwerkstatt Eisingen. Auch Sach- und Geldspenden sind willkommen, (z.B. kostet 1m Bepflanzung ca.10,- €, 1 Baum 50 -100,- €, Sitzbank 120,- €...).
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| Labyrinthbesucher beim Stiftsfest 2005 |
Und natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher, Gäste, Bewohnerinnen und Bewohner, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des St. Josefs-Stifts eingeladen durchs Labyrinth zu gehen. Nur Mut, im Labyrinth gibt es keine Irrwege und Sackgassen. Wer auf dem Weg bleibt, gelangt sicher ans Ziel, ins Zentrum und auch wieder hinaus. Mythos LabyrinthAber selbstverständlich gibt es auch noch einen mystischen Aspekt, der das Labyrinth z.B. als meisterliches Werkzeug der Erkenntnis sieht, als Spiegel, Bild oder Symbol für den schwierigen und verschlungen Lebensweg des Menschen: „Der Weg ins Labyrinth ist der Weg in die Tiefen der eigenen Seele, von vielen Unsicherheiten, Schmerz und Verlust begleitet. Trotzdem muss die Angst überwunden werden.. Wer sich nicht bewegt wird steif, wer nicht aufbricht, kann nirgens ankommen, wer nicht in das Labyrinth geht, wird nicht verwandelt“(Gernot Candolini) oder um mit dem großen Labyrinthforscher Hermann Kern zu sprechen: „Im Labyrinth verliert man sich nicht, man findet sich. Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus, im Labyrinth begegnet man sich selbst“.
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| Hochzeitsgesellschaft im Labyrinth |
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| © halbigkolb |
| Labyrinth im St. Josefs-Stift vor dem neu renovierten Berghof |
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Interessieren Sie sich für das Labyrinthprojekt im St. Josefs-Stift, nehmen Sie Kontakt auf unter theater@josefs-stift.de. Wenn Sie sich noch mehr für Labyrinthe interessieren, finden Sie viel Wissenswertes unter www.mymaze.de
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