Anna Doleschel wurde am 25.05.1928 als ältestes von fünf Kindern der Familie Doleschel geboren. Mit ihrer Familie erlebte sie die Vertreibung aus ihrer böhmischen Heimat und die Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit.
So musste Sr. Notburga schon früh Verantwortung für die Familie übernehmen und für den Lebensunterhalt der Familie mitsorgen.
In Öllingen, wo die Familie neue Heimat gefunden hatte, lernte Sr. Notburga eine Ursuline kennen, die ihr Arbeit im Würzburger Kloster verschaffen konnte.
Allmählich wuchs in Sr. Notburga der Wunsch und die Sehnsucht, selbst Ordensfrau zu werden und im Ursulinenkloster in Würzburg nicht nur ihre Arbeitsstätte, sondern ihre Heimat zu finden. Nach dem Noviziat legte sie am 30.08.1951 die zeitliche Profess und am 31.08.1957 ewige Profess ab.
Ein schwerer Schicksalsschlag für sie und die ganze Familie war, als kurz vor ihrer zeitlichen Profess die Nachricht vom Tod ihres Vaters kam.
Ihren vielfältigen Begabungen entsprechend, wurde Sr. Notburga Hausmeisterin, arbeitete im technischen Bereich des Klosters und wirkte mit unermüdlicher Schaffenskraft beim Wiederaufbau von Schule und Kloster mit.
Wohl die augenscheinlichste Tätigkeit, die Sr. Notburga über viele Jahre mit viel Leidenschaft und Herzblut ausübte, war die Pflege des Klostergartens und das Ziehen von Pflanzen, mit denen sie Schule und Haus schmückte. Hierfür hatte sie wirklich einen "grünen Daumen" und erfreute durch die Blumenpracht Mitschwestern, Lehrkräfte, Schülerinnen und alle Besucher des Hauses.
Sr. Notburga hatte eine liebenswürdige und aufgeschlossene Art und zeigte Interesse an allen Menschen in ihrer Umgebung. Sie nahm die Sorgen und Anliegen ihrer Mitmenschen auf und trug sie in ihrem Gebet mit. Bei den Mitarbeiterinnen im Hause, für die sie verantwortlich war, war sie gleichermaßen geliebt und geschätzt und konnte stets vermitteln, wenn es notwendig war.