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| Schuljahresbilanz Jugendbildungsstätte Volkersberg 2009/2010 |
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Die verschiedenen Angebote wie z.B. Tage der Orientierung, Klassengemeinschaftstrainings oder das Zirkusprojekt besuchten 150 Schulklassen der Jahrgangsstufen drei bis zwölf. Dabei standen vor allem die Themen Teamwork, Schlüsselqualifikationen, Drogen, Liebe & Partnerschaft, Zukunft oder der eigene Glaube im Mittelpunkt. Das Freizeitenprogramm bot neben den klassischen Ferienwochen für Kinder auch Computer- und Internetkurse, ein Wellnesswochenende für Mädchen, einen Inlineskatingführerschein, Selbstverteidigungskurse, ein Ski- und Snowboardcamp sowie eine Surfwoche auf Sylt. Ergänzt wurde diese breite Angebotspalette durch Firmlingswochenenden und Schulungen für Verantwortliche in der Jugendarbeit. Über diesen ungebrochen großen Zuspruch bei jungen Menschen ist der für die Kinder- und Jugendbildung am Volkersberg zuständige Bildungsreferent Ralf Sauer sehr froh: „Viele Kinder und Jugendliche kommen mehrmals im Jahr zum Volkersberg und sehen uns als ein Stück Heimat an“. Sauer zeigte sich für das dem Volkersberg entgegen gebrachte Vertrauen sehr dankbar. Dies sei gerade durch die negativen Schlagzeilen der katholischen Kirche in den letzten Monaten und dem daraus resultierenden Vertrauensverlust bei vielen Menschen nicht selbstverständlich. „Wir wollen uns gemeinsam mit den jungen Menschen den Fragen ihres Lebens stellen und ihnen Kraft geben, vertrauensvoll und selbstbewusst in die Zukunft zu gehen. Dabei ist es uns wichtig, den Kindern und Jugendlichen nichts überzustülpen. Wir versuchen als Christen authentisch erlebt zu werden und so die frohmachende und befreiende Botschaft Jesu Christi weiterzugeben“. Durch einen partnerschaftlichen, wertschätzenden und von jeglichem Rekrutierungsgedanken losgelösten Umgang mit den Jugendlichen will man dazu beitragen, dass sie neugierig, mutig und verantwortungsbewusst ihr Leben gestalten. Nach wie vor befanden sich in den vergangenen 12 Monaten auch die Fragen nach der finanziellen Absicherung der Angebote auf der Tagesordnung des Volkersbergteams. Da bayernweit immer mehr Jugendbildungsangebote stattfinden, reichten die vom Freistaat zur Verfügung gestellten Zuschussgelder nicht aus. Hierdurch entstand für die Jugendbildungsstätte Volkersberg ein Finanzloch von rund 60.000 €, welches komplett von der Diözese Würzburg aufgefangen wurde. Der Bistumsleitung ist es ein wichtiges Anliegen, die Teilnahmepreise für die Angebote für Kinder und Jugendliche nicht anzuheben. Dies würde den Ausschluss der finanziell schwächeren und oftmals auch bildungsärmeren Teilnehmer bedeuten. Sauer ist der Diözesanleitung hier sehr dankbar. Es sei eine tolle Sache, dass Kirchensteuermittel in diesem Fall direkt bei jungen Menschen, der Zukunft unserer Kirche und unserer Gesellschaft, ankämen. Gemeinsam mit dem Bayerischen Jugendring und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) ist das Volkersbergteam im Kontakt mit Landtagsabgeordneten und der bayerischen Staatsregierung. „Wenn allerorts Bildung als wichtigstes Zukunftsgut unseres Landes beschworen wird, kann es nicht sein, dass hochwertige Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche an einer nicht ausreichenden Finanzierung scheitern. Wir versuchen mit Nachdruck aufzuzeigen, dass die Erhöhung der Zuschussgelder des Freistaates um 900.000 € in diesem Frühjahr ein wichtiger Schritt war, jedoch noch lange nicht ausreicht“, erklärt Sauer. Die Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft dürfe auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht in Gefahr gebracht werden. Nicht trotz, sondern gerade wegen der wirschaftlichen Krisenzeit sei es geboten, durch eine bedarfsgerechte Finanzierung die außerschulische Jugendbildungsarbeit in Bayern auch weiterhin zuverlässig finanziell abzusichern. Ob ein Programm gelingt und die Jugendlichen mit neuen Erfahrungen und Impulsen für ihr Leben nach Hause fahren, hänge maßgeblich von den Leitungspersonen ab. So verschieden die Angebote am Volkersberg sind, so unterschiedlich ist auch das Team der dort ehrenamtlich Mitarbeitenden. Darunter sind Schüler, Studierende aber auch fertig ausgebildete Fachkräfte wie z.B. Sozialpädagogen oder Theologen. Das ehrenamtliche Team der Jugendbildungsstätte Volkerberg umfasst zur Zeit rund 60 Personen. Nach der nun für den Volkersberg anstehenden Sommerpause geht es im Herbst mit einem vollen Terminkalender weiter. Bis Weihnachten haben sich schon 60 Schulklassen angekündigt. Darüber hinaus gibt es einen Selbsverteidigungskurs für Kinder im Alter von 8 – 12 Jahren, ein Wochenende für Jugendliche von 14 – 17 Jahren mit Tipps und Tricks für einen gelassenen Umgang mit Prüfungs- und Stresssituationen sowie ein Adventswochenende für Kinder von 9 – 12 Jahre. Informationen zur Jugendbildungsstätte Volkersberg sowie den aktuellen Angeboten für Kinder und Jugendliche finden sie auf der Homepage www.volkersberg.de. |