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| Verlagsleiter Dr. David Marc Hoffmann (l.) und Verlagslektor Dr. Reto Zingg überreichen Band 3 des Augustinus-Lexikons an dessen Herausgeber Professor Dr. Dr. h.c. Cornelius Petrus Mayer OSA (m.). |
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An die hundert Gäste, darunter zahlreiche Prominente aus Wissenschaft, Kirche, Kultur und Politik, konnte Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel MdL, der Vorsitzende der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung, begrüßen, als er am 27. Mai 2011 die Feier zur Präsentation von Band drei des Augustinus-Lexikons eröffnete. Hinter Professor Cornelius Petrus Mayer OSA, dem ‹Spiritus rector› des Projekts, und seinen Mitarbeitern in Herausgebergremium und Redaktion liegen inzwischen mehr als dreißig Jahre harter und akribischer Arbeit, der das Lexikon sein heute einzigartiges Renommee in der Gelehrtenwelt verdankt. Mit dem jüngst abgeschlossenen Band, über dessen Inhalt und Entstehung der Leiter der Lexikon-Redaktion, Dr. Andreas E.J. Grote, einen Überblick gab, liegt der Öffentlichkeit inzwischen mehr als die Hälfte des auf fünf Bände konzipierten Gesamtwerks vor, das bei der Evaluierung durch die Union der Akademien der Wissenschaften im vergangenen Jahr erneut beste Prädikate erzielen konnte. Allein an Band drei und den darin enthaltenen 240 Stichworten von «Figura(e)» bis «Mensura» haben 98 Autorinnen und Autoren aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen weltweit mitgearbeitet. «Mit großer Dankbarkeit und auch Stolz» überreichten der Verlagsleiter der Basler Schwabe AG, Dr. David Marc Hoffmann, und Verlagslektor Dr. Reto Zingg das druckfrische Exemplar an Cornelius Mayer und sprachen ihre besten Wünsche für die Vollendung des Werkes aus. Zuvor hatte der emeritierte Würzburger Pädagogikprofessor Winfried Böhm in seiner Festrede den Beitrag des Kirchenvaters Augustinus für ein modernes Erziehungsverständnis gewürdigt. Nach der augustinischen Lerntheorie, dargelegt in dessen Schrift «Über den Lehrer», werden durch die Worte des Lehrers nur Worte, das heißt Zeichen gelernt, während das Bezeichnete, also der eigentliche Erkenntnisinhalt, nur durch Befragung der in uns wohnenden Vernunft erlernt werden kann. Für die Rolle des Erziehers ergebe sich daraus, dass er lediglich Anstöße zu eigener Erkenntnisbemühung geben könne – was Böhm zufolge einer «pädagogischen Revolution» gleichkommt: Erziehung sei folglich «nicht Fremdgestaltung, sondern Selbstgestaltung der menschlichen Person durch Einsicht, Wahl und Entscheidung». Herzliche Worte des Dankes sprach zum Abschluss der Feierstunde Professor Dr. Cornelius Mayer für alle Unterstützung aus, die ihm seit dem Start des Lexikonprojektes zuteil wurde. 1979 mit Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft etabliert und mittlerweile von der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz betreut, entwickelte sich das Augustinus-Lexikon zum Kristallisationskern weiterer Projekte, die heute unter dem institutionellen Dach des Zentrums für Augustinus-Forschung (ZAF) einem An-Institut der Universität Würzburg, firmieren. Bedeutendste Förderer des ZAF sind die Diözese Würzburg, die Deutsche Augustinerordensprovinz sowie die Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung e.V. Für die beiden noch ausstehenden Lexikonbände gab Professor Mayer die Übergabe der Projektleitung an Professor Robert Dodaro OSA (Istituto Patristico Augustinianum, Rom) sowie an seinen langjährigen Gießener und Würzburger Mitarbeiter, Privatdozent DDr. Christof Müller, bekannt – womit er den Wunsch und die Bitte verband: «Unterstützen Sie auch in Zukunft die Projekte des Zentrums!» |