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Das Augustinus-Lexikon soll fünf Textbände sowie einen Registerband umfassen. Dem ersten Artikel ist ein Werk- und Abkürzungsverzeichnis vorangestellt. Das Lexikon verwendet, um ein möglichst hohes Maß an Authentizität zu gewährleisten, ausschließlich lateinische, der Sprache Augustins entnommene Stichwörter. Von den ca. 1200 Lemmata sind einige inhaltlich übergreifende Artikel als Rahmenartikel konzipiert (z.B. Africa, Sacramentum), andere fassen als Sammelartikel Personen oder Gegenstände von geringerer Bedeutung zusammen, z.B. Imperatores Romani, Itinera (= Augustins Reisen), Scriptores graeci. Die Artikel werden in deutscher, englischer oder französischer Sprache veröffentlicht. In anderen Sprachen abgefaßte Artikel werden im Einvernehmen mit den Mitarbeitern in eine der drei Sprachen übersetzt.
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| Der hl. Augustinus beim Schreiben (Detailansicht). Benozzo Gozzoli, 1465. San Gimignano, Chiesa di Sant'Agostino |
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In der Darstellung werden bedeutende Augustinustexte wörtlich zitiert. Der Forschungsstand wird dargestellt, und vom Standpunkt des Verfassers abweichende Meinungen werden referiert. Die Bibliographie enthält die wichtigste Literatur für Augustinus, ab 1970 möglichst vollständig. Die Textbände behandeln a) Personen aus dem Umkreis Augustins: seine Familie, seine Freunde und Schüler, seine Gegner, Autoren, vor allem jene, deren Schriften hauptsächlich durch ihn überliefert sind, z.B. Faustus, Pelagius, Julian, aber auch wichtige Zeitgenossen. b) Orte, Sachen, Sachverhalte von gesellschaftlicher, politischer, kultischer und kultureller Bedeutung. Archäologische und topographische Daten werden unter einschlägigen Stichwörtern wie Baptisterium, Hippo Regius usw. behandelt. c) Werke Augustins. Briefe und Sermones werden mit Ausnahme jener, die Augustinus selbst zu den Büchern zählte, in Sammelartikeln dargestellt. Werke, deren Echtheit umstritten ist, werden ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge behandelt. d) Begriffe, die für Augustins Denken charakteristisch sind, unter Berücksichtigung der christlichen wie der antiken Tradition. Inhaltlich verwandte Termini werden unter dem dominierenden Stichwort behandelt, die spezifischen Unterschiede bei den Einzelbegriffen selbst aufgezeigt (z.B. Amor, Caritas, Dilectio). Der Registerband umfaßt: a) ein lateinisches Verzeichnis der in den Artikeln behandelten Personen, Sachen, Sachverhalte und Begriffe; b) Verzeichnisse in Deutsch, Englisch und Französisch, die eine Benützung des Lexikons auch unter dem Gesichtspunkt moderner Fragestellungen wie Ästhetik, Ethik, Gesellschaft, Neuplatonismus, Politik, Semipelagianismus, Wirtschaft usw. ermöglichen.
Die Einzelausführung der ArtikelFür den Aufbau der in vier Kategorien aufgeteilten Artikel gelten normalerweise die nachfolgenden Gesichtspunkte ('Artikelprofile'): A. Prosopographie a) Historische Persönlichkeiten: aa) biographische Daten mit Quellenangaben bb) Charakterisierung der Persönlichkeit cc) direkte und indirekte Beziehungen zu Augustin dd) literarische Aktivität der Schriftsteller und deren Einfluß auf Augustin b) Biblische Gestalten: aa) voraugustinische Tradition bb) Exegese zur Zeit Augustins cc) Bedeutung im Oeuvre Augustins
B. Realia a) Topographische und archäologische Artikel: aa) antiker und moderner Name bb) geographische Lage und archäologischer Befund cc) sozialer, kultureller und politischer Kontext dd) spezifische Bedeutung für Augustin b) Kultische und liturgische Artikel: aa) literarische und ikonographische Bezeugung bb) rechtliche, institutionelle und pastorale Aspekte cc) theologische Relevanz für Augustin c) Sonstige Realia werden analog erfaßt.
C. Werkea) Echte Werke: aa) Titel mit eventuellen Varianten bb) Ort und Zeit der Abfassung cc) Aufbau, Inhalt und Quellen dd) augustinische und zeitgenössische Parallelen ee) Hinweis auf die handschriftliche Überlieferung b) Umstrittene Werke: aa) Behandlung wie unter a) Echte Werke bb) Diskussion der Echtheitsfrage
D. Begriffe a) Semantische Erschließung b) Begriffsgeschichtliche Tradition c) Bedeutungsspektrum bei Augustin
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