Startseite
Symposion Rom 2012
C. Mayer bei Benedikt XVI.
Nachrichten und Termine
Wir über uns
Augustinus
Augustinus-Lexikon
Entstehungsgeschichte
Form und Inhalt
Liste aller Lemmata
Publizierte Lemmata
Vorschau
Herausgeber
Rezensionen
Freunde und Förderer
Liste der Werke
Artikel des Monats
Aus der Werkstatt
Präsentation Band 3
- Festrede
- Entstehung und Inhalt
- Überreichung von AL 3
- Dankesworte
In piam memoriam
CAG – Augustinus digital
Epistulae-Projekt
Literatur-Portal
Reihe ‹Res et Signa›
Neuerscheinungen
Texte von Augustinus
Texte über Augustinus
Förderverein
ZAF und Universität
Partnerinstitute
Archiv
Links
Sitemap
Suche
Newsletter
Forum
Gästebuch
      
 

Präsentation des Augustinus-Lexikons, Band III

27. Mai 2011 im Museum am Dom, Würzburg

Dankesworte von Professor Dr. Dr. h.c. Cornelius Petrus Mayer OSA

 
Meine sehr verehrten Damen und Herren!

Im Anschluss an die Übergabe des Lexikon-Bandes dankte Prof. Dr. Dr. h.c. Cornelius Mayer OSA für alle Unterstützung, die er in seiner mehr als 30-jährigen Herausgebertätigkeit erfahren durfte.
Im Anschluss an die Übergabe des Lexikon-Bandes dankte Prof. Dr. Dr. h.c. Cornelius Mayer OSA für alle Unterstützung, die er in seiner mehr als 30-jährigen Herausgebertätigkeit erfahren durfte.
In meiner Einladung an Sie schrieb ich: «Dies wird wohl meine letzte Präsentation der Augustinus-Lexikon-Bände sein. Seit Beginn der Arbeiten an diesem internationalen Forschungsprojekt sind gut dreißig Jahre ins Land gegangen. Auch daran sehe ich, dass ich alt geworden bin». Ich fügte dann allerdings hinzu: «Es tröstet mich die hohe Reputation, die das Lexikon in Fachkreisen weltweit genießt». Im Nachhinein erkläre ich, dass ich das Wort ‹trösten› in diesem Fall nicht nur in der Bedeutung von ‹beruhigen›, sondern ebenso auch in der Bedeutung von ‹erleichtern›, ja ‹aufheitern› verstanden wissen möchte.

Den Grund dafür habe ich im Vorwort zu diesem heute präsentierten dritten Band detailliert dargelegt. Aus dem ursprünglich bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, dann aber wegen seiner Internationalität von der Mainzer Akademie betreuten Projekt ging nämlich im Laufe der Jahre unter dem Namen Zentrum für Augustinus-Forschung in Würzburg ein ganzes Bündel von Projekten hervor, welche die Augustinus-Forschung insgesamt auf ein breites Fundament stellten. Im Einzelnen sind das: eine detaillierte und in jedem Band sorgfältig ergänzte Liste der Werke Augustins mit den neuesten kritischen Editionen und einem Abkürzungsverzeichnis, das sich in der Fachwelt durchzusetzen scheint; ferner das Corpus Augustinianum Gissense, ein EDV-Text aller Werke Augustins, das aufgrund seiner komfortablen Suchfunktionen die beste Erschließung der Schriften des Kirchenvaters ermöglicht; sodann das Augustinus-Literaturportal, das einen raschen Überblick über die nach dem Stichwortverzeichnis des Lexikons aufgeschlüsselte, jährlich immer noch um rund 300 Titel anwachsende Sekundärliteratur erlaubt; und nicht zuletzt das weltweit täglich von über tausend Benutzern frequentierte Internetportal www.augustinus.de mit seiner Fülle von Informationen über Augustins Person und Werk.

Ich möchte nicht verhehlen, dass sowohl das Lexikon wie auch die daraus hervorgegangenen Projekte mehrere Väter und Mütter haben. Dazu zählten und zählen außer den Mitherausgebern und Autoren des Lexikons die in der Redaktion beschäftigten Damen und Herren sowie deren Helfer und Helfershelfer. Schon bei meiner Emeritierung im Jahr 1997 belief sich ihre Zahl auf 62 – mittlerweile dürften es an die 100 sein. Die Finanzierung dieser von studentischen Hilfskräften bis zu akademisch qualifizierten Fachkräften reichenden ‹Heerschar› verdankte und verdanke ich nicht nur der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Mainzer Akademie der Wissenschaften sowie der Justus-Liebig-Universität in Gießen, sondern weithin auch der von Reinhold Vöth seligen Andenkens ins Leben gerufenen, seit 1997 jedoch von Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel, Mitglied des Bayerischen Landtags, geleiteten Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung mit ihren inzwischen annähernd 300 Mitgliedern. Bürgermeister Dr. Adolf Bauer, Stellvertreter von Dr. Goppel, ist immer noch unübertroffen, sowohl was die Werbung neuer Mitglieder wie auch was die Finanzen betrifft, ohne die bekanntlich nichts läuft.

In diesem Kontext meiner Danksagung ist weiterhin die Deutsche Augustinerordensprovinz zu erwähnen. Sie stellt die bibliothekarische und räumliche Ausstattung der Redaktion zur Verfügung und finanziert deren gesamte Infrastruktur. Die Bischöfliche Finanzkammer der Diözese Würzburg finanziert seit Jahren eine BAT-Halbtagsstelle. Im Sinne einer Klimax, also einer Steigerung, sei schließlich das renommierte Verlagshaus Schwabe & Co in Basel erwähnt, eines der ältesten, wenn nicht das älteste Verlagshaus der Welt, in dem bereits vor 505 Jahren die von Amerbach, Froben und Petri besorgte berühmte erste Gesamtausgabe der Werke Augustins erschien. Ich habe es nicht bereut, dass wir uns bei der Vergabe der Lizenz zur Publikation des Lexikons für Schwabe entschieden haben. Die Zusammenarbeit zwischen der Redaktion und dem Verlag inklusive der Werbung verdient das Prädikat mustergültig. Von der verlegerischen Qualität des Lexikons dürfen und können Sie sich überzeugen.

Im Jahr 2001 habe ich die erwähnten wissenschaftlichen Projekte, die aus dem Augustinus-Lexikon hervorgegangen sind, mit diesem unter dem Namen Zentrum für Augustinus-Forschung zusammengefasst. Im Jahr 2005 wurde dann dieses Zentrum unter dem Vorsitz von Dr. Adolf Bauer ein eingeschriebener Verein. Dr. Goppel, damals Bayerischer Staatminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, verlieh im Jahr 2006 diesem Zentrum die Stellung eines An-Instituts an der Julius-Maximilians-Universität in Würzburg. Ein aus Professoren mehrerer Fakultäten dieser Universität und aus den Mitarbeitern des Zentrums bestehender Lenkungsausschuss mit Prof. Karl Mertens an der Spitze veranstaltet seitdem regelmäßig Blockseminare und Studientage mit namhaften Referenten, deren Ergebnisse in der Reihe CassiciacumRes et signa. Augustinus-Studien veröffentlicht werden. Das Zentrum organisiert auch internationale Symposien – ein solches findet im September 2012 in Rom statt. Schwerpunkt all unserer Aktivitäten ist und bleibt jedoch das Augustinus-Lexikon.

Ich sei alt geworden, sagte ich eingangs. Gerade deshalb bedanke ich mich für jegliche Hilfe, die mir zuteil geworden ist – sie war beachtlich –, aufs Herzlichste. Mein Wunsch und meine Bitte an Sie: unterstützen Sie auch in Zukunft die Projekte des Zentrums: Prof. Dr. Robert Dodaro, Augustiner und Präsident des Patristischen Instituts in Rom, und PD Dr. Christof Müller, in Gießen promovierter und in Würzburg habilitierter langjähriger Mitarbeiter, werden die restlichen Bände des früher von Dr. Karl Heinz Chelius, nunmehr von Dr. Andreas Grote redigierten Lexikons herausgeben, während Diplomtheologe Guntram Förster als unentbehrlicher Mitarbeiter weiterhin das am Anfang von Hans-Joachim Lange eingerichtete und seitdem gut frequentierte Internetportal betreuen soll. Erst am 3. dieses Monats äußerte sich ein Besucher im Gästebuch zu unserem Lexikon mit folgender Eintragung: «... angesichts der wirklich nicht überschaubaren Fülle und komplizierten Verwobenheit theologisch-philosophischer Strömungen, ... unterschiedlicher hermeneutischer Zugänge, Assoziationen und Intentionen auf der einen Seite und des Versuchs einer enzyklopädisch-vielstimmigen Zusammenschau einer der größten Gestalten der Theologie- und Kirchengeschichte auf der anderen Seite ein derartiges Projekt zu wagen und zu erhalten, erfordert nicht nur bei dessen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen und Förderern – ideell und finanziell – Äußerstes, sondern darf auch etwas von der Sorge bewegt sein, ob es entsprechend rezipiert wird bzw. werden kann.

Deshalb» – so schließt die Eintragung –: «Gottes Segen für einen gelingenden ‹Abschluss› ihres Lexikons, der im besten Fall ein immer neuer Anstoß des Nachdenkens und kreativer Auseinandersetzung werden wird!»