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«causa ueritatis et unitatis» (Contra Cresconium 4,3)
Augustinus zum Ziel von Bischofssynoden

Jahreshauptversammlung der Gesellschaft für Augustinus-Forschung,
Matthias-Ehrenfried-Haus, 20. Juni 2009

I. Bischofskonferenzen stehen in Kontinuität der Partikularkonzilien der ersten Jahrhunderte

In seinem Apostolischen Schreiben «Apostolos Suos» vom 21. Mai 1998, das sich mit der theologischen und rechtlichen Natur der Bischofskonferenzen befasst, schreibt Papst Johannes Paul II.: «Ohne die Vollmacht, die der Bischof durch göttliche Einsetzung in seiner Teilkirche hat, zu schmälern, hat das Bewusstsein der Zugehörigkeit zu einem unteilbaren Leib die Bischöfe im Laufe der Kirchengeschichte dazu veranlasst, bei der Erfüllung ihrer Sendung Instrumente, Organismen oder Kommunikationsmittel zu verwenden, die die Gemeinschaft und die Sorge für alle Kirchen zum Ausdruck bringen und das Leben des Apostelkollegiums selbst verlängern, d. h. pastorale Zusammenarbeit, Beratungen, gegenseitige Hilfe usw. Von den ersten Jahrhunderten an hat diese Realität der Gemeinschaft einen besonders qualifizierten und charakteristischen Ausdruck in der Feier der Konzilien gefunden, von denen außer den ökumenischen Konzilien, die mit dem Konzil von Nizäa im Jahr 325 begannen, auch die Partikularkonzilien (Plenar- und Provinzialkonzilien) zu erwähnen sind, die in der ganzen Kirche vom 2. Jahrhundert an häufig abgehalten wurden. Diese Praxis der Feier der Partikularkonzilien dauerte das ganze Mittelalter hindurch. Nach dem Konzil von Trient (1545-1563) hingegen erlahmte sie immer mehr.»[1] Der Papst führt dann weiter aus: «Neben der Tradition der Partikularkonzilien und im Gleichklang mit ihr entstanden im vergangenen Jahrhundert aus geschichtlichen, kulturellen, soziologischen und besonderen pastoralen Gründen in mehreren Ländern die Bischofskonferenzen; sie sollten die verschiedenen kirchlichen Angelegenheiten von allgemeinem Interesse behandeln und entsprechende Lösungen finden. Im Unterschied zu den Konzilien hatten diese Konferenzen festen und dauerhaften Charakter.»[2]

Ganz bewusst wird also im Zusammenhang der Bischofskonferenzen auf die Partikularkonzilien der ersten Jahrhunderte Bezug genommen; der Papst sieht sie im Gleichklang (concordia) mit ihnen, mit ihrer Tradition. Es lohnt sich, diesen Bischofssynoden der Alten Kirche nachzugehen.
Die Bischöfe der ersten Jahrhunderte arbeiteten in Konzilien zusammen. Der konziliare Prozess zur Zeit des Augustinus entwickelte sich wesentlich in Afrika. Partikularkonzilien wurden ein regelmäßiges Merkmal im Leben der afrikanischen Kirche; mit der Bischofsweihe von Aurelius von Karthago (391) und der Priesterweihe des Augustinus im gleichen Jahr (391) beginnt eine regelrechte Blütezeit. Zwischen den Jahren 393 und 427 sollen in Afrika 39 Konzilien, meist in Karthago, stattgefunden haben.[3] Es wäre schwierig, eine andere Region in der katholischen Kirche des frühen fünften Jahrhunderts zu finden, in der Bischofskonzilien so wirkungsvoll organisiert waren, wie es in Afrika zwischen 393 und 411 der Fall war. Auch wenn es bereits zur Zeit Cyprians in Afrika eine rege Konzilstätigkeit gab, so trafen sich Bischöfe vorher unregelmäßiger, meist, um auf die Bedrohung durch eine konkrete Häresie zu antworten.

II. Augustinus zu Konzilien und Bischofssynoden

Die Herausforderungen in der afrikanischen Kirche zur Zeit des Augustinus waren gewaltig; die Desorganisation nahm überhand. Viele Kleriker erwiesen sich als schwach ausgebildet und undiszipliniert. Der Donatismus stellte eine ständige Bedrohung dar. 391/392 begann sich die Situation zu ändern, als Aurelius, Bischof von Karthago und engagierter Kämpfer gegen die Donatisten, Primas von Nordafrika wurde. Zusammen mit Augustinus versuchte er, die katholische Kirche Afrikas wiederzubeleben. Seine Impulse schlugen sich dank regionaler Konzilien in engen Beziehungen zu anderen Kirchenprovinzen und in der Beachtung kirchlicher Disziplin nieder.[4] Der Dreh- und Angelpunkt aber wurde ein jährliches Konzil[5], bei dem lehrmäßige, liturgische und disziplinäre Fragen gelöst und unter den Bischöfen eine neue Zielstrebigkeit gefördert werden konnte. Wie sein Biograph Possidius berichtet, nahm Augustinus selbst, so gut es ihm möglich war, an den Konzilsversammlungen teil;[6] das lässt sich als historisch zutreffend bestätigen.[7] Dafür nahm er die Mühe langer Reisen auf sich, wie unser Jubilar Cornelius Mayer feststellt. Die kürzestmögliche Reiseroute für den Hin- und Rückweg zwischen Hippo und Karthago beläuft sich auf rund 560 Kilometer.[8] Das unterstreicht die Bedeutung, die Augustinus Synoden und Konzilien zuerkennt. Er selbst trägt zu Partikularkonzilien wichtiges bei.[9]

Seit konstantinischer Zeit hat sich der Begriff concilium für Bischofsversammlungen durchgesetzt, die zusammentreten, um sich in kirchlichen Angelegenheiten abzustimmen und Vorschriften zu erlassen. Augustinus verwendet den Terminus concilium 519mal, seine griechische Entsprechung synodus (im Lateinischen als Lehnwort verwendet) dagegen nur 35mal.[10] Ursprünglich war concilium der gebräuchlichere Ausdruck; im Laufe der Geschichte erlangt synodus das Übergewicht. Über die Größe von Kirchenversammlungen macht der Ausdruck zu dieser Zeit keine Aussage. Im Gegensatz zu den Synoden der Sonderkirchen, besonders der Donatisten, bezeichnet Augustinus die großkirchlichen Synoden als concilia catholica[11]. Konzilien waren reine Bischofsversammlungen; demgemäß spricht Augustinus von concilium episcoporum[12] und synodus episcopalis[13]. Die Verwendung des Ausdrucks plenarius für ein Konzil schwankt; mal wird er für die Synode einer Provinz gebraucht, mal für ein universales Konzil.[14]

In seiner Schrift an den Grammatiker Cresconius, einen donatistischen Laien, wendet sich Augustinus (wohl 405/406) mit schroffer Kritik an Rhetorik und Dialektik gegen dessen schriftlich geäußerte Anfeindungen. Dieser hatte in der in Afrika üblichen Form eines offenen Briefes gegen Augustinus polemisiert. In Buch 4, das er selbst als opus breuius bezeichnet (4,1), weist Augustinus erneut den Donatismus zurück; dazu gebraucht er eine Analyse der jüngsten Geschichte, die allen Donatisten bestens bekannt ist, nämlich ihres eigenen Schismas, der Spaltung über die Rückkehr von Maximianus und seiner Anhänger: Ein Streit um die Wahl des Donatisten Maximianus zum Bischof von Karthago führte zu einer innerdonatistischen Spaltung, aus der die Maximianisten hervorgingen. Unter Hinweis auf diese Ereignisse weist Augustinus die Angriffe von Cresconius gegen die Katholiken zurück. Er schreibt ihm: «Du missbilligst das, was den Eifer betrifft, für die Wahrheit zu kämpfen, unter dem falschen Namen von Wettkampf und Ehrgeiz, weil wir uns häufig mit den euren besprechen wollten, damit der Irrtum beseitigt wird und die brüderliche Liebe sich über das Band des Friedens freut: Wäre es, ich bitte dich, nicht besser, dass die Sache der Wahrheit und der Einheit (causa ueritatis et unitatis) mit friedlicher Sprache und an ruhigeren Orten zwischen den Bischöfen behandelt würde, als dass auf dem Marktplatz von Bischöfen durch Anwälte gekämpft wird?»[15] Während dieser Textausschnitt die ganze Schwierigkeit gegenseitiger Vorwürfe deutlich macht, hebt Augustinus ins Wort, worum es ihm bei Konzilien geht: Wahrheit und Einheit sollen alles konziliare Mühen leiten. In ueritas und unitas liegt für Augustinus die Bedeutung von Konzilien für die Kirche.

III. Partikularsynoden dienen der Wahrheitssuche

Der Gedanke der Wahrheit ist leitend, wenn man dem augustinischen Wortgebrauch von «Konzil» folgt: Es bedeutet für ihn eine Versammlung, in der es um eine gemeinsame Entscheidung, um ein indicium, geht, eine Art bischöfliches Urteils- oder Gerichtsverfahren.[16] So hatte er im Herbst 396 auf einer Reise mehrere Begegnungen mit Donatisten in Thiave (Numidia), Thubursicu Numidarum (Numidia) und anderen Orten. Nach seiner Rückkehr verfasst er zwei Schreiben an eine Gruppe von Laien in Thiave, zu der Eleusius, Felix, Glorius und Grammaticus gehören. Er erinnert an das vor kurzem stattgefundene Streitgespräch in Thiave und bekräftigt seine Ermahnung an alle Donatisten, endlich den Irrtum einzugestehen und zur katholischen Kirche zurückzukehren. Er schreibt von der Konzilsentscheidung als einen über allen Zweifel erhabenen Richterspruch, einem iudicium episcoporum[17].

Wie Hermann-Josef Sieben zeigt, wählt Augustinus aus der Vielzahl der Termini, mit denen zu seiner Zeit die Funktion von Konzilien umschrieben wird, einen Ausdruck besonders aus: den Begriff firmare und dessen Synonyme.[18] Bei den Konzilien geht es um ein firmare. Was heißt das? Eine rein juridische Übersetzung scheint zu schwach. Denn die Wahrheit, die ueritas, bekommt durch das Konzil Kraft und Stärke. «… wenn die Wahrheit in dieser Frage schon in der damaligen Zeit vollständig ans Licht gebracht und durch ein Plenarkonzil befestigt worden wäre»[19], schreibt Augustinus etwa im Blick auf Cyprian und die Tauffrage. Die Donatisten nämlich berufen sich, um die Notwendigkeit einer erneuten Taufe von Häretikern oder Schismatikern, die bereits getauft zur Kirche kommen, darzustellen und zu begründen, auf Cyprian von Karthago (Bischof von 249-258). Augustinus hält ihnen entgegen: «Denn wie anders konnte diese, von so dichtem Nebel des Streites umhüllte Angelegenheit zur leuchtenden Klarheit und zur Bestätigung durch ein Plenarkonzil geführt werden, als dadurch, dass sie zunächst für längere Zeit in verschiedenen Gegenden des Erdkreises in zahlreichen hier und dort geführten Diskussionen und Konferenzen von Bischöfen erörtert wurde und dann erst feststand?»[20] Das Konzil bestärkt und bekräftigt die in vielfacher Diskussion und verschiedenen Konferenzen erkannte Wahrheit.

Darüber hinaus lassen sich in De baptismo, der soeben zitierten grundlegendsten antidonatistischen Schrift Augustins (verfasst frühestens 405)[21], im Zusammenhang der Tauffrage weitere Aussagen zu Konzilien finden. So stellt er, auf frühere Zeiten zurückblickend, fest: «Aber es [ein allgemeines Konzil] hatte noch nicht stattgefunden, denn der Erdkreis wurde noch von der Kraft der Tradition beherrscht, und sie allein wurde denen entgegengehalten, die eine Neuerung einführen wollten, weil sie die Wahrheit nicht zu erblicken vermochten. Später jedoch, als sich viele von beiden Seiten mit ihr beschäftigten und sie suchten, wurde sie nicht nur gefunden, sondern auch zur Autorität und Kraft eines Plenarkonzils geführt»[22]. Es genügt nicht, an Althergebrachtem festzuhalten, ohne den Blick auf die Wahrheit zu richten. Wenn sich dann Wahrheit gezeigt hat, bekommt sie durch ein Konzil nicht allein Bestärkung, sondern auch Autorität. Veritas wird durch das Konzil auctoritas und gelangt so zu allgemeiner Geltung. Augustinus äußert sich so auch zum «homoousios» beim Konzil von Nizäa: «… durch die Autorität der Wahrheit und durch die Wahrheit der Autorität ist es bekräftigt worden.»[23]
Universalkonzilien ihrerseits erhalten ihre auctoritas von der catholica, der Gesamtkirche. «Denn die Spitze der Autorität und das Licht der Vernunft sind in jenem einen heilsamen Namen und in seiner einen Kirche festgesetzt ...»[24] Sie manifestiert sich im Universal- oder Plenarkonzil. Die Katholizität, die uniuersalitas, steht noch über der antiquitas, dem Alter, der Tradition, der Lehre. Im Dienst an der Wahrheit und Einheit ist es wichtiger, zu sehen, was überall auf der Welt gelehrt wird, als das Alter der Lehre anzuführen. Während die Donatisten sich bezüglich der Wiedertaufe auf Cyprian berufen, antwortet Augustinus mit der Lehre der Gesamtkirche. Nicht jede Praxis also, die als traditionell gesehen werden kann, darf, wenn sie im Konflikt mit dem allumfassenden Denken der Kirche steht, über die uniuersalitas gestellt werden. Konzilien bleiben somit nicht nur rein äußere kirchliche Veranstaltungen; sie sind «innere» Momente der Glaubenserkenntnis, wie Sieben betont.[25] Wie für jede Art von Erkenntnis, besonders die religiöse, gilt: rationem praecedat auctoritas[26] – es möge der Vernunft die Autorität voranschreiten.

Diese auctoritas ist auch entscheidend, wenn Augustinus dem Laien Januarius antwortet, der zahlreiche Fragen zu den Sakramenten und liturgischen Bräuchen der Kirche gestellt hat. Denn das, was nicht aufgrund der Schrift, sondern aufgrund der Überlieferung, jedoch in Übereinstimmung mit dem ganzen Erdkreis gehalten werde, sei auf die Empfehlung und Einsetzung entweder der Apostel oder aber der allgemeinen Konzilien zurückzuführen, die in der Kirche eine vorteilhafte Autorität haben; hierzu gehören die Feier des Leidens, der Auferstehung und der Himmelfahrt Jesu Christi, der Herabkunft des Heiligen Geistes oder was sonst die ganze Kirche, wo immer sie ausgebreitet sei, beobachte.[27]

Ansonsten ist für Augustinus der Vorrang der Schrift vor allem anderen, auch vor Konzilsdekreten, entscheidend: «… von späteren Büchern ist die Erhabenheit der kanonischen Autorität des Alten und Neuen Testaments gut unterschieden, die, bestätigt zur Zeit der Apostel, durch die Sukzession der Bischöfe und die Ausbreitung der Kirchen sozusagen in eine Position von höchstem Ansehen gestellt wurde, der jeder fromme und treue Verstand diene.»[28] Zwischen Heiliger Schrift und anderen Schriften besteht ein Wesensunterschied; Konzilsdekrete müssen sich an der Schrift messen lassen.[29]

IV. Partikularsynoden stehen im Dienst der Einheit

Partikularsynoden dienen der Wahrheitssuche und stellen Stufen in deren Prozess dar; im Universalkonzil kommt die Suche zu einem gewissen Abschluss.[30] Augustinus weist darauf hin, dass bereits vor dem Schisma des Donatus bei aller Wahrung des Friedens so sehr miteinander gestritten und in Meinungen hin und her geschwankt wurde, dass die Konzilsbeschlüsse in den jeweiligen Regionen lange Zeit in verschiedene Richtungen gingen, bis endlich durch ein Plenarkonzil des gesamten Erdkreises festgelegt wurde, was nach Beseitigung auch aller Zweifel als das Zuträglichste galt.[31] «Wer weiß nicht, … dass dieselben Konzilien, die durch einzelne Regionen und Provinzen geschehen, vor der Autorität der Plenarkonzilien, die aus der ganzen christlichen Welt entstehen, ohne irgendwelche Ausflüchte weichen und selbst frühere Plenarkonzilien von späteren verbessert werden, wenn durch irgendeine sachliche Erfahrung geöffnet wird, was verschlossen war, und erkannt wird, was verborgen war, und das ohne durch irgendeinen Stolz gottlosen Hochmut, ohne durch irgendeine Dreistigkeit aufgeblasene Anmaßung, ohne durch einen Wettstreit missgünstigen Hass, mit heiliger Demut, mit katholischem Frieden, mit christlicher Liebe?»[32] Augustinus spricht also eine grundsätzliche Verbesserbarkeit von Konzilien, in einem allerdings näher zu bestimmenden Sinn, an.[33] Eine hochaktuelle Frage!

Während häufig Partikularsynoden Etappen im Prozess der Wahrheitssuche bilden, darf zugleich aber nicht vergessen werden, dass Universalkonzilien von der Arbeit der Partikularsynoden nicht minder abhängen. Denn regionale Versammlungen bringen die Wahrheit und Einheit der gesamten Kirche voran und tragen zu deren Klärung bei. Beispielhaft hierfür lässt sich die Festlegung des Kanons der Heiligen Schrift für die Kirche in Afrika beim Konzil von Hippo (393) und dessen Mitteilung an die Kirche in Rom nennen. [34] Diese Festlegung der Schriften des Alten und Neuen Testaments geht zwar von einer Partikularsynode aus, hat aber Bedeutung für die richtige Lehre der Gesamtkirche. Wegen der unitas wird der Kanon zur Ratifizierung nach Rom geleitet und dort bestätigt; die auf Synoden gefassten Resolutionen wurden nämlich in der Regel allen übrigen Zentren der damaligen catholica zugesandt. Das «Band der Einheit» untereinander muss erhalten bleiben, «damit in keinem abgetrennten Teil eine unheilbare Wunde des Irrtums zurückbleibt.»[35] Die Frage der Einheit steht auch im Mittelpunkt, wenn das Konzil vom 25. August 403 versucht, eine Wiedervereinigung mit den Donatisten auf friedlichem Weg zu erreichen.[36]

Augustinus schreibt zwischen Herbst 410 und Sommer 412 an Classicianus. Wegen der für ihn ungerechtfertigten Exkommunikation seiner ganzen Familie durch Bischof Auxilius (ep. 250,1) hatte dieser sich an Augustinus gewandt und ihm die Angelegenheit geschildert. Augustinus äußert sein Verständnis für dieses schwierige Problem, zumal er keine Konzilsbeschlüsse, dafür aber einige Beispiele kenne, wo wegen des Vergehens eines einzelnen die ganze Familie von Bischöfen exkommuniziert worden sei. Augustinus empfiehlt dem Adressaten, sich mit Bischof Auxilius über alles auszusprechen. Weiterhin verspricht Augustinus: «…ich möchte, wenn Gott mir hilft, diese Sache sowohl in einem unsrigen Konzil betreiben, als auch, wenn nötig, an den Apostolischen Stuhl schreiben, damit in diesen Dingen mit übereinstimmender Autorität etwas festgesetzt und bekräftigt sei, dem wir folgen müssen.»[37] Augustinus liegt an einer einheitlichen Lehre, «in welcher Bibel und Kirche, Bischöfe und Konzilien, lokale und regionale Instanzen, aber auch – und hier ist die Brücke zu seinem Umgang mit auctoritas und ‹ratio› – die rational erkannte und die biblisch bezeugte Wahrheit zusammenklingen.»[38]

V. Womit sich Konzilien zur Zeit des Augustinus beschäftigen

Bei Konzilien zur Zeit Augustins geht es um lehramtliche, disziplinäre und – vielleicht überraschenderweise – auch um soziale Fragen.

1. Lehramtliche und disziplinäre Fragen

Konzilien der frühen Kirche behandelten häufig lehrmäßige und disziplinäre Schwierigkeiten, die während der bischöflichen pastoralen Arbeit auftraten: Fragen, die den katholischen Glauben betrafen, und Vorschriften für den Klerus. So greift Bischof Aurelius beim Konzil am 16. Juni 401 einen Vorschlag des Konzils von 397 auf, zum Klerus auch bestimmte konvertierte Donatisten zuzulassen.[39] Er empfiehlt, eine neue Delegation nach Italien zu schicken, die Papst Anastasius und Bischof Venerius von Mailand die Not der afrikanischen Kirchen vortragen soll. Die Partikularsynode geht also auf ein drängendes regionales Problem ein und möchte zusammen mit dem Apostolischen Stuhl zu einer Lösung gelangen. Damit zeigt die afrikanische Kirche ihre Absicht, Menschen von außerhalb der Kirche einzubeziehen; sie will ihnen sogar ein Amt geben und sie unter den Klerus aufnehmen. Die Versöhnung von Schismatikern mit der Kirche ist im Blick, ein Dienst an der Einheit, der aber auch in der Wahrheit verankert sein muss.
Disziplinäre Fragen zur Zeit Augustins sind vielfältiger Art. Einen guten Einblick geben Briefe. In Afrika hatte sich die Unsitte eingeschlichen, an den Gräbern von Verstorbenen Gastmähler zu halten. Etwa im Jahr 392[40] schreibt Augustinus an Bischof Aurelius von Karthago, dass diesem Unfug entgegengetreten werden solle.[41] «Wisse daher, glücklichster und mit vollster Liebe zu verehrender Herr, dass wir nicht daran zweifeln, vielmehr stark hoffen, dass unser Herr und Gott durch das Ansehen der Person, die du zeigst, die du, wie wir vertrauen, nicht dem Fleisch, sondern dem Geist nach übernommen hast, durch das Schwert strenger Konzilsvorschriften und durch deine Strenge viele fleischlichen Lüste und Krankheiten heilen könne, an denen die Kirche von Afrika in vielen (Gliedern) leidet, die sie (aber nur) in wenigen beklagt.»[42] Auch wenn Paulus neben Unzucht auch Völlerei und Zank als Laster bezeichnet, so fänden diese beiden doch nicht als solche Beachtung, schreibt Augustinus. Wenigstens von den Gräbern der Martyrer, von den Orten der Sakramente und den Häusern des Gebetes sollen Festgelage ferngehalten werden.[43] Dabei führt er aber letztlich nur zwei Argumente an: die Verwerflichkeit von Trunksucht und ein bewusster gelebtes Christentum.[44] «Aber das Übel ist eine solche Seuche, dass es, wie mir scheint, nur durch das Ansehen eines Konzils ganz und gar gesund gemacht werden kann»[45]. Am wirksamsten lassen sich notwendige Reformen in den Augen Augustins durch ein Konzil vorantreiben.

Wichtig ist ihm dabei, dass im Geist von Milde und Sanftmut (vgl. Gal 6,1; 1 Kor 4,21) vorzugehen ist:[46] «Also nicht rau, wie ich meine, nicht hart, nicht in herrischer Weise soll das (Festgelage an Martyrermemoiren) beendet werden, mehr belehrend als befehlend, mehr ermahnend als drohend. Denn so muss man mit der Menge umgehen, Strenge ist aber bei den Sünden der (nur) wenigen auszuüben.»[47] Wenn man drohe, solle auf die nach der Heiligen Schrift bevorstehende Strafe verwiesen werden; denn Gott solle gefürchtet werden, nicht aber ein Kirchenmann wegen seiner Gewalt.[48] Hier zeigt sich eine andere Seite von Augustinus, der auch als malleus haereticorum (Hammer der Häretiker) bekannt ist. Er spricht sich klar und deutlich für einen freundlichen Umgang mit denen aus, deren Handeln der Kirche schadet. Mit großer Geduld verteidigt er Wahrheit und Einheit. Ganz in diesem Sinn erinnert Papst Benedikt XVI. in seinem Brief anlässlich des 1600. Todestages des heiligen Johannes Chrysostomus (2007) daran, dass dieser Zeitgenosse Augustins und Bischof von Konstantinopel dieselbe Art bewies: «Und er unterließ es nicht, sich auch den Andersdenkenden zuzuwenden. Er zog im Umgang mit ihnen Geduld der Aggressivität vor, denn er glaubte, daß, um einen theologischen Irrtum zu überwinden, ‹nichts wirksamer ist als die Mäßigung und die Freundlichkeit›[49][50] Die Initiative des Augustinus bezüglich der Festgelage scheint von Erfolg gekrönt gewesen zu sein. Er selbst hält beim Konzil von Hippo (8. Oktober 393) vor der Vollversammlung der Bischöfe eine Predigt,[51] erwähnt aber die Totenmähler mit keinem Wort. Offensichtlich schnitt also Bischof Aurelius von Karthago selbst das heikle Thema an. Kanon 29 untersagte Bischöfen und Klerikern, in Kirchen Mahlfeiern zu halten; ausgenommen war der Empfang von Gästen in dringenden Fällen. Dem Volk sollten Bischöfe wie Kleriker «so viel wie möglich von der Veranstaltung derartiger Mahlzeiten abraten.»[52] Wenig später kann er auch über die erfolgreiche Eindämmung dieses Brauches in Hippo berichten. Etwa im Jahr 395[53] schreibt Augustinus, noch als Presbyter, einen Brief an Bischof Alypius von Tagaste in der Kirchenprovinz Numidia.[54] Beide verbindet eine enge Freundschaft. Augustinus berichtet, auf welche Weise es ihm gelungen ist, mithilfe seiner Predigten die Gläubigen von den gewohnten Gastmählern, den laetitiae, abzuhalten.[55] Neben der Umsetzung von Kanon 29 des Konzils von Hippo geht aus dem Brief auch das seelsorgerliche Geschick des Augustinus hervor.
Das Konzil von Hippo zeigt des Weiteren den Willen der Bischöfe, einem würdigen und gewissenhaften Klerus vorzustehen. Als Weihebedingungen werden ein Mindestalter von 25 Jahren, eine ordnungsgemäße Kenntnis der Heiligen Schriften und von Konzilsentscheidungen[56] sowie eine kompromisslose Haltung gegenüber dem Donatismus[57] genannt. Die Pflichten der Priester werden beschrieben, besonders bezüglich der Enthaltsamkeit[58], auch liturgische Vorschriften und Hinweise werden erwähnt.

2. Soziale Aufgaben von Partikularkonzilien

Konzilien der frühen Kirche behandelten aber nicht nur lehrmäßige und disziplinäre Fragen. Wie Robert Dodaro zeigt, benutzten die afrikanischen Bischöfe ihre Versammlungen mehrmals auch, um diplomatischen Druck auf den kaiserlichen Hof auszuüben.[59] So wollten sie soziale und politische Ungerechtigkeiten beheben, die im römischen Afrika auftraten. Die treibende Kraft hinter der Organisation der afrikanischen Konzilien war das Bedürfnis der Bischöfe, sich häufig zu treffen, um ihre Anstrengungen wegen der Herausforderungen des Donatismus aufeinander abzustimmen. Jedenfalls scheint die Erfahrung des Versammelns die Bischöfe auch ermutigt zu haben, die Konzilien als eine Einrichtung zu gebrauchen, um sich mit vereinter Stimme an die kaiserliche Verwaltung zu wenden. Höflich, aber nicht furchtsam, suchten sie nach Reformen, die der Bildung einer gerechteren Gesellschaft dienen könnten; zugleich zeigten sie die berechtigte Rolle der Kirche, die Gerechtigkeit zu fördern.

Im Juni 401 beschlossen die zu einer Synode versammelten Bischöfe in Karthago, Vertreter zu den italienischen Kirchen zu senden, um dort mit Bischöfen über die dort mögliche Freilassung von Sklaven im kirchlichen Rahmen (manumissio in ecclesia) zu sprechen.[60] Diese Praxis, durch ein kaiserliches Edikt eingeführt, ermächtigte katholische Bischöfe, in ihren Kirchen Erklärungen zu bezeugen, durch die Sklaveneigner formal einen oder mehrere ihrer Sklaven freiließen. Als Ergebnis davon würden die freigelassenen Sklaven außer der Freiheit automatisch römisches Bürgerrecht erhalten. Sobald die afrikanischen Bischöfe in Erfahrung gebracht hatten, dass dieses Verfahren in der italienischen Kirche funktionierte und auch in Afrika umsetzbar sei, billigten sie bei einer anderen Synode (im September 401) eine Entschließung; Delegaten wurden zum kaiserlichen Hof gesandt, um Kaiser Honorius zu bitten, dieselbe Praktik auch in der afrikanischen Kirche zu erlauben.[61] Anscheinend wurde die kaiserliche Genehmigung gewährt und das Verfahren begonnen. Augustinus selbst «bezeugte» eine kleine Zahl freigelassener Sklaven.[62]

Afrikanische Konzilien, an denen Augustinus teilnahm, verfolgten außer dem Problem der Sklaverei auch andere politische Fragen. Mit dem zahlenmäßigen Anwachsen derjenigen, die vor Steuereinnehmern Zuflucht suchten, sperrten römische Kaiser seit 392 pflichtvergessene Steuerzahler von der Möglichkeit zeitweiligen Kirchenasyls aus. 399 ersuchte das Konzil von Karthago den Kaiser, diese Entscheidung aufzuheben und nicht Kirchenasyl aus welchem Grund auch immer zu verbieten.[63] Erst 20 Jahre später (419) erkannten die Kaiser Honorius und Theodosius II. ein unverletzliches Asylrecht an. Ihr Edikt ordnete die Verhaftung und harte Bestrafung von kaiserlichen Beamten an, die mit Gewalt Asylsuchende ergriffen.[64]
Ein anderes Beispiel politischen Eintretens seitens afrikanischer Konzilien betraf die Einrichtung von defensores ciuitatum, kaiserlicher Beamter, deren Aufgabe es war, Rechte zu schützen, die allen Bürgern durch kaiserliches Gesetz gegeben waren. Der defensor ciuitatis – einer war theoretisch für jede Stadt ernannt – trug besondere Verantwortung, die ärmeren Klassen zu schützen. Denn diese waren kaum in der Lage, all die Rechte zu verstehen, die eine Reihe kaiserlicher Gesetze und Edikte ihnen garantiert hatte. Dem spärlichen Eigentum, das diese ärmeren Landeigentümer und Kaufleute hatten, drohte ständig die Beschlagnahmung durch korrupte Regierungsbeamte und wohlhabendere Privatbürger.[65] Der defensor ciuitatis war zum einen ermächtigt, dem einfachen Volk die Rechte zu erklären, die ihnen römische Gesetze garantierten; zum anderen durfte er mit anderen kaiserlichen Beamten einschreiten, um die Rechte niederer Klassen gegen die Interessen wohlhabender und unehrlicher Bürger zu schützen. In sermo 302 deutet Augustinus an, dass, wenn es vor Ort einen defensor in Hippo gegeben hätte, ärmere Kaufleute und anderes einfaches Volk eher in der Lage gewesen wäre, die Ausbeutung durch korrupte öffentliche Beamte zu vermeiden, ebenso die Gewalt, die darauf folgte.[66] Als die afrikanischen Bischöfe im September 401 den Kaiser baten, kirchliche Freilassung von Sklaven in afrikanischen Provinzen zu erlauben, appellierten sie auch an ihn, einen defensor für jede afrikanische Stadt bereitzustellen, um, wie sie sagten, das Leid der Armen zu lindern.[67] Sechs Jahre später (407) gab Kaiser Honorius ein Edikt heraus; er ordnete darin an, dass der örtliche Bischof und Klerus, zusammen mit den hochrangigen Bürgern (honestiores) jeder Stadt, den defensor wählen sollte.[68] Es könnte sein, dass der Kaiser, indem er den Klerus unter die Wähler aufnahm, teilweise auf den Druck der afrikanischen Bischöfe reagierte, als defensores Bürger zu wählen, die unparteiisch bleiben könnten.
Augustinus’ genaue Rolle bei der Ermutigung der afrikanischen Konzilien, diese Art von politischer Anwaltschaft für die Armen Afrikas zu übernehmen, kann nicht konkret aus den offiziellen Akten der afrikanischen Konzilien oder anderen verfügbaren Quellen bestimmt werden. Aber während seines Episkopats übernahm Augustinus die Führungsrolle unter den afrikanischen Bischöfen und sein Kontakt zum Vorsitzenden, Bischof Aurelius von Karthago, war, wie bereits gesehen, von enger Zusammenarbeit geprägt. Augustinus wurde oft von anderen Bischöfen aufgefordert, in ihrem Namen zu sprechen; und er war einer von sieben gewählten bischöflichen Gesandten, die die katholische Kirche bei der Konferenz des Jahres 411 vertraten, die zusammen mit der donatistischen Hierarchie gehalten wurde. Es wird allgemein angenommen, dass seine Rolle bei den bischöflichen Synoden von Karthago von allergrößter Bedeutung war. Gleichzeitig erfordert die Natur einer Bischofssynode, dass sie als ein gemeinsames Organ arbeitet, eines, bei dem die Teilnahme einzelner Bischöfe weniger Gewicht hat, als der vereinte, kollegiale Geist und die Betätigung aller Bischöfe, die bei der Synode präsent sind. Also brauchen wir Augustinus nicht ausdrücklich in einer Führungsrolle beim Konzil wahrzunehmen, um ihn dennoch mit dieser neuen und bedeutsamen Form bischöflichen politischen Handelns zu verbinden.

VI. Was ist aus den Gedanken Augustinus’ geworden? Bischofssynoden und Bischofskonferenzen heute

Mit dem Konzil von Hippo im Jahre 427 endete die so fruchtbare Periode konziliarer Reform unter dem Zweigestirn Aurelius/ Augustinus, weil beide – vermutlich – im Jahr 430 verstarben.[69] Was lässt sich aus dieser bewegten Zeit , in der die beiden Bischöfe es vermochten, die Kirche in Afrika zu stärken und zu einen, und Impulse für die Weltkirche und in die kaiserliche Politik zu geben, und von den ambitionierten Zielen des Augustinus für unser kirchliches und bischöfliches Handeln heute fruchtbar machen? Lassen sich die Instrumente, die Augustinus in der Sorge um die Einheit der Kirche unterstützte, die Partikular- und Plenarkonzilien und -synoden, mit der heutigen Struktur der episkopalen Zusammenarbeit vergleichen?

1. Entstehung der Bischofskonferenzen und Bischofssynode in der Neuzeit

Dazu mag ein kurzer Blick auf die Entstehung der Bischofskonferenzen und der Bischofssynode in der Neuzeit genügen. Wie zur Zeit Augustins waren es auch im 19. und 20. Jahrhundert vermehrt äußerliche Einflüsse und Bedrohungen, die es den Bischöfen nahe legten, ihre Gemeinschaft untereinander zu stärken und «mit einer Stimme» zu sprechen. Sowohl die Erfahrungen der so genannten «Kölner Wirren» des Jahres 1837 als auch die erstarkende nationale Freiheitsbewegung standen im Hintergrund, als sich am 22. Oktober 1848 zum ersten Mal in ihrer Geschichte deutsche Bischöfe zu einer «synodalen Zusammenkunft» in Würzburg trafen. Es dauerte nochmals, aufgrund verschiedener politischer Ereignisse, fast 20 Jahre, bis sich im Oktober 1867 20 Bischöfe am «Grabe des heiligen Bonifatius» – des Apostels der Deutschen – in Fulda zusammenfanden, sich eine Geschäftsordnung, und damit eine Zukunft, gaben. Fulda ist bis heute Tagungsort der Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz; wie 1867 tagen wir «höchstens sieben Tage», wie die Bischöfe vor 120 Jahren festlegten. Die Geschäftsordnung hielt fest, dass das Ziel der Sitzungen sei, «sich persönlich kennen zu lernen», um «das Band der Liebe und der Einheit zu stärken» und «solche Verhältnisse und Maßnahmen zu besprechen und zu berathen, welche die Interessen der Religion in unserer Zeit besonders berühren.» Die Konferenz versteht sich als freier Zusammenschluss, ihre Beschlüsse sind nicht rechtlich bindend. Paragraph 1 der Geschäftsordnung legt fest: «Die bischöflichen Konferenzen bezwecken nicht, den deutschen Episkopat als eine Gesamtheit zu vertreten, die kirchlichen Synoden zu ersetzen oder legislatorisch tätig zu sein...» Mit dieser Ordnung war die «Fuldaer Bischofskonferenz», benannt nach ihrem Tagungsort, als feste Institution ins Leben gerufen.

Politische und gesellschaftliche Fragen der Zeit sollten sie auch weiterhin begleiten und beeinflussen: die Industrielle Revolution und die «Soziale Frage» betraf die Bischöfe und ihr soziales Engagement ganz direkt, wie das wegweisende Referat von Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler, Bischof von Mainz bei der Sitzung im September 1869 deutlich macht. Es war programmatisch überschrieben: «Fürsorge der Kirche für die Fabrikarbeiter».
Der Kulturkampf und das Erste Vatikanische Konzil forderten die Einheit der Bischöfe – so dass sie sich in dieser bewegten Zeit entgegen der neuen Statuten nicht mehr nur im Zweijahresturnus, sondern jährlich trafen. Sprachen sie gegenüber dem preußischen Staat mit einer, nämlich der katholischen Stimme; so traten sie beim ersten Vatikanischen Konzil mit einer, mit der deutschen, Stimme auf – besonders bei der Abstimmung zu Pastor Aeternus. 1933 kamen die bayrischen Bischöfe, die bis dahin nicht mit den «Fuldaern» beraten wollten, auch dazu.

Die Deutsche Bischofskonferenz – wie sie seit 1966 heißt – war immer auch politisch verwoben und teilte die «Freude und Ängste, die Sorgen und Nöte der Menschen ihrer Zeit.» Dabei war gerade die regionale Verortung, der Augustinus auch in der afrikanischen Situation so viel Wert beimisst, ihre Stärke: Im Ringen etwa um die Überwindung der Teilung Deutschlands setzten sich die westdeutschen Bischöfe gemeinsam mit ihren Mitbrüdern in der damaligen DDR mit vereinten Kräften dafür ein, keine eigene ostdeutsche Bischofskonferenz zu errichten – ein Betreiben, das die Oberen der DDR massiv forderten und Druck auf den Vatikan ausübten. Zur «bitteren Enttäuschung» des Ständigen Rates kam die «Berliner Bischofskonferenz» dennoch im Oktober 1976 zustande. Als die deutsche Trennung überwunden war, schlossen sich die Bischöfe der «Berliner Bischofskonferenz» dann auch der «Deutschen Bischofskonferenz» an, so dass wir wieder ganz Deutschland gemeinsam im Blick haben.

Die positiven Erfahrungen der Versammlung, des eigenen politischen Gewichtes und des wertvollen Miteinanders, die in Deutschland und in anderen Ländern durch die Gründung von Bischofskonferenzen gemacht worden waren, beeinflussten das Kanonische Gesetzbuch, den Codex Iuris Canonici des Jahres 1917. Er bestimmte, dass Provinzialkonzilien in mindestens zwanzigjährigen Abständen[70], in nur fünfjährigem Abstand Konferenzen und Versammlungen einer Provinz stattfinden sollten.[71] Noch deutlicher nahm das Zweite Vatikanische Konzil die Impulse der bischöflichen Einheitsbestrebungen auf und formulierte: «Da nun die Bischofskonferenzen, die in mehreren Ländern schon errichtet sind, vorzügliche Beweise eines fruchtbaren Apostolats erbracht haben, hält es die Heilige Synode für sehr angebracht, dass überall die Bischöfe desselben Landes oder desselben Gebietes zu einem Gremium zusammentreffen. Sie sollen sich zu festgesetzten Zeiten treffen, damit durch den Austausch von Kenntnissen und Erfahrungen und durch gegenseitige Beratung ein heiliges Zusammenwirken der Kräfte zum gemeinsamen Wohl der Kirche zustande kommt.»[72] Das Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe in der Kirche, Christus Dominus, führt die Bestimmungen noch weiter aus; der CIC/1983 gibt ihnen in den Canones 447-459 die rechtliche Grundlage.[73]
Nun konnten die bestehenden Bischofskonferenzen sich Statuten geben – in Deutschland ist diese Zäsur durch den Namenswechsel von der «Fuldaer» hin zur «Deutschen Bischofskonferenz» markiert. Mit der rechtlichen Fassung brach eine neue Ära an. Aus freiwilligen, von Rom geduldeten Zusammenschlüssen war weltkirchliches Recht geworden. Wie zu Zeiten Augustinus’ sind Partikularkonzilien maßgebliche Impulsgeber für die Weltkirche geworden. Diesen Einfluss fasste Julius Kardinal Döpfner, Erzbischof von München und Freising, bei der Ehrung seines Vorgängers im Amt des Vorsitzenden, Erzbischof Josef Kardinal Frings, in die Worte: «Die Gemeinschaft der Fuldaer Bischofskonferenz ist in dieser Zeit ohne Satzung in einer großen Selbstverständlichkeit zusammengewachsen und hat bedeutsame Werke im eigenen Raum unternommen, große Initiativen über das eigene Land hinaus auf sich genommen, wie das Werk Misereor, die Aktion Adveniat und viele andere Aktionen, die gradlinig zum Konzil hinübergeführt haben.»

Das Dekret über die Hirtenaufgabe der Bischöfe «Christus Dominus» stärkte und institutionalisierte die weltweite episkopale Verbundenheit durch die Schaffung einer «Vertretung des gesamten katholischen Episkopates», die Bischofssynode. [74] Papst Paul VI. errichtete dementsprechend am 15. September 1965 (mit dem Motu Proprio Apostolica Sollicitudo) «einen ständigen Rat von aus den verschiedenen Gebieten des Erdkreises ausgewählten Bischöfen für die gesamte Kirche, der», wie er schreibt, «direkt und unmittelbar Unserer Vollmacht unterstellt ist, und dem Wir den eigenen Namen BISCHOFSSYNODE geben.» [75]

2. Bischofskonferenzen und Bischofssynoden als heutige Form von Partikularkonzilien

Stehen nun diese Instrumente der bischöflichen Beratung und Beschlussfassung in Kontinuität zu den augustinischen Partikular- und Plenarkonzilien, wie die Konzilsväter des Zweiten Vaticanums andeuten, wenn sie die Bischofskonferenzen im unmittelbaren Zusammenhang nach ihrem Wunsch zur Stärkung der «ehrwürdigen Einrichtungen der Synoden und Konzilien»[76] nennen? Werte Damen und Herren, um zu analysieren, was aus den augustinischen Gedanken geworden ist, ist es tatsächlich notwendig, hier der Frage der Kontinuität nachzugehen.

Papst Paul VI. definierte am 22. April 1974 die Bischofssynode wie folgt: «Sie ist kein Konzil, sie ist kein Kongress, sie ist kein Parlament, sie ist eine Synode besonderer Art.»[77] Sie befasst sich mit den «Zeichen der Zeit» und tagt «mit dem Ziel, die Einheit und Zusammenarbeit der Bischöfe der ganzen Welt mit dem Apostolischen Stuhl durch gemeinsames Studium der Lage der Kirche und die einträchtige Lösung all jener Fragen bezüglich ihrer Sendung zu fördern.» [78] Zwölf ordentliche Generalversammlungen hat die Bischofssynode seit ihrer Einrichtung abgehalten, Themen wie die «Evangelisierung der Welt von heute» (1974), «Die christliche Familie» (1980) und im vergangenen Jahr «Das Wort Gottes im Leben und in der Sendung der Kirche» (2008) zeigen die Auseinandersetzung mit drängenden Herausforderungen der kirchlichen Sendung in unserer Zeit. Themenbezogene pastorale Arbeit und mitbrüderliche Gemeinschaft stehen m. E. in direkter Nachfolge zu den Plenarkonzilien, die Augustinus beschreibt. Auch und gerade die Sonderversammlungen und -synoden, wie z.B. in den Niederlanden (1980), in Afrika (1994), Amerika (1997) und dem Libanon (1995), haben das Ziel, wie zu Zeiten Augustins, gemeinsam nach den besten Lösungen im jeweiligen Kontext zu suchen. Dabei ist die Synode rein beratend tätig; entscheidend tätig werden kann sie nur, insofern ihr Entscheidungsvollmacht vom Papst übergeben wird. [79]
Auch die Bischofskonferenzen weisen sowohl in ihrer rechtlichen Ausgestaltung als auch in ihrer konkreten Entstehungsgeschichte durchaus bemerkenswerte Parallelen zu den augustinischen Synoden auf.

Ebenso wie die Bischöfe Nordafrikas reagierten auch die deutschen Bischöfe im 19. Jahrhundert auf konkrete Anfragen und Probleme. Lange vor den Entwicklungen des Zweiten Vatikanischen Konzils fanden sich die Bischöfe zusammen, um die neuen pastoralen Herausforderungen anzugehen – vor Ort hörten und teilten sie ganz konkret die Freude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen. [80] Geboren aus dem Verlangen, die Kirche zu stärken, indem wir mit einer Stimme sprechen – im vierten Jahrhundert gegenüber dem Donatismus; im 19. Jahrhundert gegenüber dem antikirchlichen Affekt des preußischen Staates –, institutionalisierten sich jährliche Treffen. Und in beiden Fällen – in Nordafrika und in Deutschland – stärkten die regelmäßigen Zusammenkünfte der Bischöfe die Gemeinschaft des Glaubens sowohl nach innen, als auch nach außen! So schreibt Papst Johannes Paul II. ganz im Sinne Augustins im Apostolischen Schreiben Apostolos Suos: «Die einträchtige Stimme der Bischöfe eines bestimmten Gebietes (...) kann ihr Volk wirksamer erreichen und ihren Gläubigen die Zustimmung im religiösen Gehorsam des Geistes zu diesem Lehramt erleichtern.» [81]
Dabei sprechen die Bischöfe, die sich im nationalen Rahmen versammeln, nicht vollmächtig. Bischofskonferenzen treffen ihre Entscheidungen einstimmig, oder holen, wenn eine Zweidrittel-Mehrheit vorliegt, die «Recognitio» des Heiligen Stuhls ein. Ihre Lehrkompetenz als Bischofskonferenz ist durchaus begrenzt und kann Lehraussagen des römischen Lehramtes «zwar bestätigen, nicht aber einer Abstimmung» unterwerfen.[82] Diese Begrenzung lässt sich durchaus im augustinischen Modell der Bischofssynoden finden: Auch der Bischof von Hippo kennt eine Hierarchie der Konzilien und Synoden. Die Bischofskonferenz stellt zwar eine Teilverwirklichung der Kollegialität dar, diese leitet sich aber nicht aus dem theologischen Prinzip der Kollegialität auf der Grundlage der Communio-Ekklesiologie ab, sondern ist durch kirchliches Recht geregelt. Dabei ist sie aber authentisches Zeichen und Werkzeug des Sinnes für diese Kollegialität auf sakramentaler Grundlage, [83] in ihr wird dieser kollegiale Sinn konkret verwirklicht. Ihr «authentisches Lehramt» kann die Bischofskonferenz ausüben, insofern es um pastorale Fragen und um Lösungen der «mit den gesellschaftlichen Umwälzungen verbundenen neuen Probleme»[84] geht.

Die Bischofskonferenz ist wie die Synoden, die Aurelius und Augustinus förderten, innovativ, und eingerichtet für die «Bewältigung der neuen Schwierigkeiten, die sich durch die beschleunigten gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen in der heutigen Zeit stellen (...).»[85] Ihre Aufgaben sind die gemeinsame Ordnung einiger pastoraler Fragen; die Vermittlung der Glaubenslehre der Kirche; die Koordination einzelner Bemühungen im Bereich des Apostolats und der Caritas; der einheitliche Dialog mit der politischen Autorität und die Schaffung von nützlichen gemeinsamen Diensten. [86] Denke man an die Erstellung des gemeinsamen Gotteslobes nach der Liturgiereform – so wie an dessen Reform in unseren Tagen –, an disziplinarische Antworten oder an lehrmäßige Noten, sind die Parallelen zu den Aufgabengebieten der afrikanischen Bischöfe deutlich.

Eng damit verbunden ist die politische Einmischung. Wie die Bischöfe zu Zeiten des heiligen Augustinus eine Stimme an den Kaiser richteten, unterhält die Deutsche Bischofskonferenz das Katholische Büro in Berlin, das für die Kontakte zu den politischen Institutionen zuständig ist. Die eine Stimme der deutschen katholischen Bischöfe etwa in der Frage der Stammzellenforschung, zur Schöpfungsverantwortung und zur Bewältigung unserer aktuellen wirtschaftlichen Lage wird sehr wohl gehört und bietet Orientierung – das ist in einer Demokratie der richtige Weg. Es geht heute – Gott sei es gedankt! – nicht mehr um das Recht zur Freilassung von Sklaven; sondern in Fragen unserer Zeit, wie Familienpolitik, gerechter Rentenpolitik, Umweltschutz und Migrations- und Integrationsbemühungen melden wir deutschen Bischöfe uns mit gemeinsamen Hirtenschreiben zu Wort[87] – und merken, dass wir gehört werden. Hier spielt die regionale bzw. nationale Verbundenheit – wie bei den afrikanischen Vorbildern – eine große Rolle. Deutlich stehen uns deutschen Bischöfen die Herausforderungen, die aus der Spaltung Deutschlands resultierten, vor Augen; ebenso setzten die großen Bischofsversammlungen der CELAM, der südamerikanischen Bischofskonferenzen, in Puebla und Medellín in den 80er Jahren politische Zeichen für eine Theologie der Befreiung, wie sie nur in den ehemals kolonisierten Staaten mit bestehenden Unrechtsverhältnissen entstehen konnten. Dieses Zugeständnis zu kontextuell verorteter Theologie und Seelsorge, die sich der Umstände vor Ort bewusst ist und sie zu bewältigen sucht, spiegelt die Arbeit von Aurelius und Augustinus, die die brachliegende, gespaltene afrikanische Kirche mit Hilfe der Synoden wiederbelebten. Lebensspendende Impulse, die in der Weltkirche und der Gesellschaft Früchte tragen, kennt auch die Bischofskonferenz der Neuzeit. So ist das Hilfswerk MISEREOR, dessen 50-jähriges Bestehen wir im vergangenen Jahr gefeiert haben, aus der Initiative der Bischofskonferenz hervorgegangen und wird bis heute von ihr getragen. Diese Gründung ist ein Impuls, der in die Weltkirche hinein Wellen geschlagen und Nachahmer gefunden hat und an das soziale Engagement der Partikularkonzilien anknüpft.

3. Impulse von Augustinus von Hippo für uns

Mit der Einrichtung jährlicher Bischofssynoden gelang es Augustinus, in der afrikanischen Gesellschaft das Licht Christi aufleuchten zu lassen. Dass dies schrittweise und nur mit der Hilfe des Heiligen Geistes möglich ist, ist seine Erkenntnis, die uns heute deutlich vor Augen führt, wie modern unsere Tradition ist. Für Augustinus sind die Konzilien Schritte auf dem Weg der Wahrheitssuche. Die Gemeinschaft des Glaubens ist die «Kirche unterwegs», die gemeinsam mit dem Heiligen Geist durch die Zeit wandert und durch seine Hilfe in der Erkenntnis fortschreiten und auch die Tradition weiterentwickeln kann. [88] Auf unserem Weg zusammen mit Priestern und Laien, Theologen und Wissenschaftlern, vertrauen wir Bischöfe auf den Geist, der mit uns geht, wenn wir, wie das Zweite Vatikanische Konzil uns aufgibt: «das Volk des Neuen Bundes auf seiner Pilgerschaft zur ewigen Seligkeit»[89] leiten.

VII. Schluss

Afrikanische Konzilien als Partikularsynoden leisteten einen großen Beitrag zur Wahrheitssuche und Einheit der Kirche ihrer Zeit. Sie ergriffen Initiativen und legten der Gesamtkirche konstruktive Vorschläge vor. Daran lassen sich Macht und Stärke dieser Bischofsversammlungen erkennen.
Papst Johannes Paul II. fordert die nationalen Bischofskonferenzen dazu auf, sich im Gleichklang (concordia) mit den Synoden der Alten Kirche zu verstehen, sie als historische Vorläufer zu betrachten. Die Partikularkonzilien leisten, wie sich bei Augustinus zeigen lässt, Beiträge im lehramtlichen, disziplinären und sozialen Bereich. Diese drei Punkte frühchristlicher Konzilien lassen sich auch in der Erfahrung der Deutschen Bischofskonferenz aufzeigen. Es lassen sich Rückschlüsse aus der Geschichte auf die heutigen Bischofskonferenzen ziehen. Als nationale Bischofskonferenzen können und müssen wir, gemäß augustinischer und frühchristlicher Inspiration, nach Wegen suchen, um aus der Wahrheit eine gesunde Lehre für unsere Zeit herauszuarbeiten.

Aus Anlass des 80. Geburtstags eines der größten Augustinusforscher weltweit schauen wir für das Leben der Kirche heute dankbar auf das Handeln und die Lehren Augustins und seine Erfahrungen. Sie haben Geschichte geschrieben und sind anregend und wegweisend bis heute.


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Anmerkungen

[1] Apostolos Suos 3. Dazu Anmerkung 24: «Zu den Konzilien des 2. Jahrhunderts vgl. Eusebio di Cesarea, Storia ecclesiastica, V, 16, 10; 23, 2-4; 24, 8; SC 41, S. 49, 66-67, 69. Zu Beginn des 3. Jahrhunderts lobt Tertullian den Brauch der Griechen, Konzilien abzuhalten (vgl. De ieiunio, 13, 6: CCL 2, 1272). Aus dem Epistolarium des hl. Cyprian von Karthago wissen wir von mehreren afrikanischen und römischen Konzilien, die ab dem 2. oder 3. Jahrzehnt des 3. Jahrhunderts datieren (vgl. Epist. 55, 6; 57; 59, 13, 1; 61; 64; 67; 68, 2, 1; 70, 4, 1; 72; 73, 1-3; Bayard (ed.), Les Belles Lettres, Paris 1961, II, S. 134-135; 154-159; 180; 194-196; 213-216; 227-234; 235; 252-256; 259; 259-262; 262-264). Zu den Bischofssynoden im 2. und im 3. Jahrhundert vgl. K. J. Hefele, Histoire des Conciles, I, Adrien le Clere, Paris 1869, S. 77-125.»; Übersetzung der Deutschen Bischofskonferenz.
[2] Apostolos Suos 4.
[3] Vgl. SIEBEN, Konzilsidee, 69, Anmerkung 6.
[4] Vgl. LA BONNARDIÈRE, Aurelius episcopus, 555.
[5] Breuiarium Hipponense 5 (CCL 149,34): Der Kanon 5 des Konzils von Hippo (393) schreibt eine jährliche Konzilsveranstaltung vor. Allerdings finden Konzilien in den folgenden Jahren nicht mit der Regelmäßigkeit statt, wie sie dieser Kanon vorsieht.
[6] Vgl. POSSIDIUS, u. Aug. 21 (PL 32,51): «Sanctorum concilia sacerdotum per diversas provincias celebrata, cum potuit, frequentavit; non in eis quae sua sunt, sed quae Jesu Christi quaerens, ut vel fides sanctae ecclesiae catholicae inviolata maneret, vel nonnulli sacerdotes et clerici, sive per fas sive per nefas excommunicati, vel absolverentur vel abjiecerentur.»
[7] Vgl. SIEBEN, Konzilsidee, 77: «Wir können als Ergebnis unseres Überblicks festhalten: Fast überall, wo die Quellenlage ein positives Urteil erlaubte, ließ sich die Anwesenheit Augustins entweder positiv nachweisen oder wahrscheinlich machen.»
[8] Vgl. MAYER, ‹Peregrinatio› bei Augustinus, 70.
[9] Vgl. SIEBEN, Concilium (concilia), 1100: «Die afrikanische Kirche zur Zeit A.s zeichnet sich nämlich durch eine ungewöhnlich rege synodale Tätigkeit aus, und der Bischof von Hippo ist auf einer Vielzahl von Konzilien führend tätig.» Außerdem MAYER, ‹Peregrinatio› bei Augustinus, 67-80. PERLER, O., Les voyages de saint Augustin, Paris 1969.
[10] Vgl. MAYER, Corpus Augustinianum Gissense 2. Auch in den Akten der afrikanischen Kirchenversammlungen zur Zeit des Augustinus herrscht concilium vor, vgl. LUMPE, Geschichte der Wörter concilium und synodus, 4.
[11] Vgl. AUGUSTINUS, an. et or. 2,17; bapt. 7,102.
[12] Vgl. AUGUSTINUS, bapt. 2,6.
[13] Vgl. AUGUSTINUS, gest. Pel. 5.
[14] Vgl. MUNIER, Concilium (concilia), 1086f.
[15] AUGUSTINUS, Cresc. 4,3 (CSEL 52,500): «illud etiam, quod studium pro ueritate certandi, quia saepe uoluimus conferre cum uestris, ut errore sublato fraterna caritas pacis uinculo laetaretur, contentionis et animositatis uitioso nomine reprehendis: nonne melius, obsecro te, causa ueritatis et unitatis pacificis uerbis et pacatioribus locis inter episcopos ageretur, quam in foro ab episcopis per aduocatos litigaretur?»
[16] Vgl. SIEBEN, Concilium (concilia), 1100.
[17] AUGUSTINUS, ep. 43,25. Vgl. auch ep. 88,3: «episcopale iudicium».
[18] Vgl. SIEBEN, Konzilsidee, 97-99.
[19] AUGUSTINUS, bapt. 2,5 (CSEL 51,179): «… si iam illo tempore quaestionis huius ueritas eliquata et declarata per plenarium concilium solidaretur.» Die deutsche Übersetzung von bapt. folgt: AUGUSTINUS, De baptismo – Über die Taufe. Zweisprachige Ausgabe, eingeleitet, kommentiert und herausgegeben von Hermann-Josef Sieben, Paderborn/München/Wien/Zürich 2006.
[20] AUGUSTINUS, bapt. 2,5 (CSEL 51,179f.): «quomodo enim potuit ista res tantis altercationum nebulis inuoluta ad plenarii concilii luculentam inlustrationem confirmationemque perduci, nisi primo diutius per orbis terrarum regiones multis hinc atque hinc disputationibus et conlationibus episcoporum pertractata constaret?»
[21] Vgl. SCHINDLER, Baptismo (De -), 574.
[22] AUGUSTINUS, bapt. 2,14 (CSEL 51,189): «nondum autem factum erat, quia consuetudinis robore tenebatur orbis terrarum, et haec sola opponebatur inducere uolentibus nouitatem, quia non poterant adprehendere ueritatem. postea tamen dum inter multos ex utraque parte tractatur et quaeritur, non solum inuenta est sed etiam ad plenarii concilii auctoritatem roburque perducta».
[23] AUGUSTINUS, c. Max. 2,14,3 (PL 42,772): «pater ergo et filius unius sunt eiusdemque substantiae. hoc est illud homousion, quod in concilio Nicaeno aduersus haereticos Arianos a catholicis patribus ueritatis auctoritate et auctoritatis ueritate firmatum est: quod postea in concilio Ariminensi, propter nouitatem uerbi minus quam oportuit intellectum, quod tamen fides antiqua pepererat, multis paucorum fraude deceptis, haeretica impietas sub haeretico imperatore Constantio labefactare tentauit. sed post non longum tempus libertate fidei catholicae praeualente, posteaquam uis uerbi, sicut debuit, intellecta est, homousion illud catholicae fidei sanitate longe lateque defensum est. quid est enim homousion, nisi unius eiusdemque substantiae?»
[24] Vgl. AUGUSTINUS, ep. 118,33 (CSEL 34,2,697): «itaque totum culmen auctoritatis lumenque rationis in illo uno salutari nomine atque in una eius ecclesia recreando et reformando humano generi constitutum est.»
[25] Vgl. SIEBEN, Concilium (concilia), 1101.
[26] AUGUSTINUS, mor. 1,3.
[27] Vgl. AUGUSTINUS, ep. 54,1 (CSEL 34,2,159f.): «illa autem, quae non scripta sed tradita custodimus, quae quidem toto terrarum orbe seruantur, datur intellegi uel ab ipsis apostolis uel plenariis conciliis, quorum est in ecclesia saluberrima auctoritas, commendata atque statuta retineri, sicuti quod domini passio et resurrectio et ascensio in caelum et aduentus de caelo spiritus sancti anniuersaria sollemnitate celebrantur et si quid aliud tale occurrit, quod seruatur ab uniuersa, quacumque se diffundit, ecclesia.»
[28] AUGUSTINUS, c. Faust. 11,5 (CSEL 25,1,320): «distincta est a posteriorum libris excellentia canonicae auctoritatis ueteris et noui testamenti, quae apostolorum confirmata temporibus per successiones episcoporum et propagationes ecclesiarum tamquam in sede quadam sublimiter constituta est, cui seruiat omnis fidelis et pius intellectus.»
[29] Vgl. auch AUGUSTINUS, Cresc. 2,39 (CSEL 52,398f.): «nos enim nullam Cypriano facimus iniuriam, cum eius quaslibet litteras a canonica diuinarum scripturarum auctoritate distinguimus. neque enim sine causa tam salubri uigilantia est canon ecclesiasticus constitutus, ad quem certi prophetarum et apostolorum libri pertineant, quos omnino iudicare non audeamus et secundum quos de ceteris litteris uel fidelium uel infidelium libere iudicemus.» Vgl. ebenfalls Cresc. 2,40. Außerdem SIEBEN, Konzilsidee, 91.
[30] SIEBEN, Konzilsidee, 93.
[31] AUGUSTINUS, bapt. 1,9 (CSEL 51,154): «iam enim, ne uidear humanis argumentis id agere, quoniam quaestionis huius obscuritas prioribus ecclesiae temporibus ante schisma Donati magnos uiros et magna caritate praeditos patres episcopos ita inter se conpulit salua pace disceptare atque fluctuare, ut diu conciliorum in suis quibusque regionibus diuersa statuta nutauerint, donec plenario totius orbis concilio quod saluberrime sentiebatur etiam remotis dubitationibus firmaretur, ...» Vgl. auch MAYER, Humiliatio, humilitas, 443-456.
[32] AUGUSTINUS, bapt. 2,4 (CSEL 51,178f.): «quis autem nesciat … et ipsa concilia, quae per singulas regiones uel prouincias fiunt, plenariorum conciliorum auctoritati, quae fiunt ex uniuerso orbe christiano, sine ullis ambagibus cedere ipsaque plenaria saepe priora a posterioribus emendari, cum aliquo experimento rerum aperitur quod clausum erat et cognoscitur quod latebat, sine ullo tyfo sacrilegae superbiae, sine ulla inflata ceruice arrogantiae, sine ulla contentione liuidae inuidiae, cum sancta humilitate, cum pace catholica, cum caritate christiana?»
[33] Zu verschiedenen Versuchen der Auslegung dieser schwierigen Stelle vgl. BAVAUD, L’autorité des conciles pléniers; HOFMANN, Bedeutung der Konzilien; SIEBEN, Konzilsidee, 91-94.
[34] Vgl. MUNIER, Concilium (concilia), 1092f.
[35] AUGUSTINUS, bapt. 2,5 (CSEL 51,180): «(hoc autem facit sanitas pacis, ut, cum diutius aliqua obscuriora quaeruntur et propter inueniendi difficultatem diuersas pariunt in fraterna disceptatione sententias, donec ad uerum liquidum perueniatur, uinculum permaneat unitatis,) ne in parte praecisa remaneat insanabile uulnus erroris.»
[36] Vgl. SIEBEN, Konzilsidee, 72f.
[37] AUGUSTINUS, ep. 1*,5 (CSEL 88,6): «… adiuuante domino et in concilio nostro agere cupio et, si opus fuerit, ad sedem apostolicam scribere, ut in his causis quid sequi debeamus concordi omnium auctoritate constituatur atque firmetur.»
[38] LÜTCKE, Auctoritas, 509.
[39] Vgl. CCL 149,186.
[40] Vgl. MORGENSTERN, Briefpartner, 13.
[41] Vgl. dazu SIEBEN, Konzilsidee, 69f.
[42] AUGUSTINUS, ep. 22,2 (CSEL 34,1,55): «scias itaque, domine beatissime et plenissima caritate uenerabilis, non desperare nos, immo sperare nos uehementer, quod dominus et deus noster per auctoritatem personae, quam geris, quam non carni, sed spiritu tuo inpositam esse confidimus, multas carnales foeditates et aegritudines, quas Africana ecclesia in multis patitur, in paucis gemit <...> conciliorum graui ense et tua grauitate posse sanari..»
[43] Vgl. AUGUSTINUS, ep. 22,3 (CSEL 34,1,57): «saltem de sanctorum corporum sepulcris, saltem de locis sacramentorum, de domibus orationum tantum dedecus arceatur.»
[44] Vgl. GESSEL, Reform von Märtyrerkult und Totengedächtnis, 72.
[45] AUGUSTINUS, ep. 22,4 (CSEL 34,1,57f.): «… sed tanta pestilentia est huius mali, ut sanari prorsus, quantum mihi uidetur, nisi concilii auctoritate non possit, ...»
[46] Vgl. AUGUSTINUS, ep. 22,5 (CSEL 34,1,58): «sed quod erat tunc dolendum, nunc auferendum est non aspere, sed, sicut scriptum est, in spiritu lenitatis et mansuetudinis [Gal 6,1; 1 Cor 4,21].»
[47] AUGUSTINUS, ep. 22,5 (CSEL 34,1,58): «non ergo aspere, quantum existimo, non duriter, non modo imperioso ista tolluntur, magis docendo quam iubendo, magis monendo quam minando. sic enim agendum est cum multitudine, seueritas autem exercenda est in peccata paucorum.»
[48] AUGUSTINUS, ep. 22,5 (CSEL 34,1,58): «si quid minamur, cum dolore fiat de scripturis comminando uindictam futuram, ne nos ipsi in nostra potestate, sed deus in nostro sermone timeatur.»
[49] Vgl. JOHANNES CHRYSOSTOMUS, De incomprehensibili Dei natura 1,352–353 (SCh 28bis, 132).
[50] BENEDIKT XVI., Brief anlässlich des 1600. Todestages des heiligen Johannes Chrysostomus, 2007, 2.
[51] Später unter dem Titel «De fide et symbolo» veröffentlicht, vgl. AUGUSTINUS, retr. 1,17.
[52] Breuiarium Hipponense 29 (CCL 149,41): «ut nulli episcopi uel clerici in ecclesia conuiuentur, nisi forte transeuntes hospitiorum necessitate illic reficiant; populi etiam ab huiusmodi conuiuiis quantum potest fieri, prohibeantur.»
[53] Vgl. MORGENSTERN, Briefpartner, 13.
[54] Vgl. FELDMANN/SCHINDLER/WERMELINGER, Alypius, 245-267.
[55] Vgl. AUGUSTINUS, ep. 29,2-11.
[56] Breuiarium Hipponense 1f.
[57] Breuiarium Hipponense 17.
[58] Breuiarium Hipponense 16; 18; 24.
[59] Zum Folgenden vgl. besonders DODARO, Between the Two Cities: Political Action in Augustine of Hippo, 108-110.
[60] Vgl. auch MAYER, Augustins Auffassung über die Sklaverei, 237-247.
[61] Vgl. MUNIER, Concilium (concilia), 1094. Außerdem CCL 149,198; CCL 149,204.
[62] Vgl. AUGUSTINUS, s. 21,6; s. 356,3-7; en. Ps. 99,7. Allgemein: FABBRINI, La manumissio in ecclesia.
[63] Vgl. MUNIER, Concilium (concilia), 1093. Außerdem CCL 149,193f.
[64] Constitutiones Sirmondianae 13.
[65] Vgl. DODARO, Church and State, 179.
[66] Vgl. AUGUSTINUS, s. 302,17; ep. 22*,2.
[67] Vgl. CCL 149,202.
[68] Vgl. Codex Justinianus 1,55,8.
[69] Sieben, Konzilsidee 77.
[70] Can. 283 CIC/1917.
[71] Can. 292 CIC/1917.
[72] CD 37. Die positive Einschätzung hält an: «Die Bischofskonferenzen [haben sich] in bemerkenswerter Weise zum bevorzugten Organ der Bischöfe eines Landes oder eines bestimmten Gebietes entwickelt, um dem Meinungsaustausch, der gegenseitigen Beratung und der Zusammenarbeit zum Wohl der Kirche zu dienen. ‹Sie sind in diesen Jahre eine konkrete, lebendige und wirksame Wirklichkeit in allen Teilen der Welt geworden.›» AS 6; Anm: Johannes Paul II. Ansprache an die Römische Kurie 28.6.1986.
[73] «Die Bischofskonferenz, als ständige Einrichtung, ist der Zusammenschluss der Bischöfe einer Nation oder eines bestimmten Gebietes, die gewisse pastorale Aufgaben für die Gläubigen ihres Gebietes nach Maßgabe des Rechts gemeinsam ausüben, um das höhere Gut, das die Kirche den Menschen gewährt, zu fördern, besonders durch Formen und Methoden des Apostolates, die den zeitlichen und örtlichen Umständen in geeigneter Weise angepasst sind.» can 447 CIC/1983.
[74] Vgl. CD 5.
[75] Vgl. Papst Paul VI., Motu Proprio Apostolica Sollicitudo, 15.9.1965.
[76] CD 36.
[77] Angelusgebet am 22.9.1974.
[78] Ebd.
[79] Motu Proprio Apostolica Sollicitudo, II.
[80] GS 1.
[81] AS 21.
[82] Schreiben an die Vorsitzender der Bischofskonferenzen, 13. Mai 1999, Nr. 1.
[83] Vgl. Schlussdokument der Außerordentlichen Bischofssynode 1985, C. Die Kirche als Communio, Nr. 4 Kollegialität.
[84] AS 22.
[85] AS 22.
[86] Direktorium für den Hirtendienst der Bischöfe Nr. 28 «Zwecksetzung der Bischofskonferenz».
[87] Vgl. u.v.a. die Orientierungshilfe «Moscheebau in Deutschland» (2008), das Wort «Integration fördern – Zusammenleben gestalten» (2004), das Wort «Der Mensch – sein eigener Schöpfer?» (2001).
[88] Vgl. Sieben, Konzilsidee, 97.
[89] LG 21.