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Markus Hauck (POW) |
| Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand (links) und Professor Dr. Wolfgang Weiß (rechts) überreichten beim Akademischen Festakt in der Neubaukirche Bischof Dr. Friedhelm Hofmann zwei ihm gewidmete Bücher. |
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Würzburg (POW) Über 400 Gäste aus Politik, Justiz, Kirche und Gesellschaft haben bei einem Festakt der Diözese Würzburg in der Neubaukirche Bischof Dr. Friedhelm Hofmann anlässlich seines 70. Geburtstags gewürdigt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, bezeichnete Bischof Hofmann als einen Seelsorger, Priester und Bischof, der den Menschen dient. Eine persönliche Festansprache hielt der frühere Fuldaer Diözesanbaumeister und Kunstreferent Professor Peter Niehaus. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Professor Dr. Wolfgang Weiß, Vorsitzender des Diözesangeschichtsvereins, überraschten das Geburtstagskind mit der 800-seitigen Festgabe „Reichtum des Glaubens“. Der von Hillenbrand und Weiß herausgegebene 74. Band der Würzburger Diözesangeschichtsblätter umfasst 48 Beiträge, die in neun Themenfeldern geordnet sind und sich mit der bischöflichen Sendung, der Seelsorge, der Frömmigkeit, der Ökumene, der Heiligenverehrung, dem kirchlichen Bauen, einzelnen Orden oder der fränkischen Landes- und Kirchengeschichte befassen. 50 Autorinnen und Autoren bezeugen nach den Worten von Weiß mit ihren Beiträgen die vielfältigen Facetten der christlichen Botschaft sowie die durchaus unterschiedlichen Zugänge zu dem einen Glauben und seiner Glaubensgeschichte. Zu den Autoren zählen unter anderem Joachim Kardinal Meisner aus Köln, Erzbischof Zollitsch aus Freiburg und Erzbischof Dr. Ludwig Schick aus Bamberg sowie die langjährige Kölner Dombaumeisterin Professorin Dr. Barbara Schock-Werner. „Die Autoren danken mit ihren Beiträgen für Ihren Dienst an der Kölner und Würzburger Kirche, für Ihre Offenheit in Anliegen der Wissenschaft und Kunst, Ihr Engagement in Gesellschaft und Öffentlichkeit, für Ihre Hilfe als Weggefährte“, sagte Weiß zu Bischof Hofmann bei der Übergabe der Festschrift. Festredner Niehaus zeigte in sehr persönlicher Weise auf, wie Bischof Hofmann seinen Auftrag wahrnehme, dabei „neue Räume“ erschließe und wie durch den Bischof Freude und Hoffnung geweckt und gestärkt würden. Bischof Hofmann habe eine Sicht auf Mensch und Welt, wie es sie zuletzt in Europa in der Barockzeit gegeben habe: ganzheitlich, welterfahren, interdisziplinär. „Wir brauchen Dich – so wie Du bist und wirkst“, sagte Niehaus. Mit der Fähigkeit, selbst eine zufällige, noch so kurze Begegnung zu einer dauerhaften, tiefen Verbindung, einer Richtungsweisung werden zu lassen, möge Bischof Hofmann noch viele Menschen mit auf seinen Weg in der Kirche nehmen, wünschte der Festredner. „Du wirkst nicht, weil Du Bischofsstab und Mitra trägst – Mitra und Stab wirken, weil Du sie trägst!“ Erzbischof Zollitsch betonte in seinem Grußwort, dass der bischöfliche Wahlspruch von Bischof Hofmann, „Das Kreuz – einzige Hoffnung“, das ganze Leben des Seelsorgers aus dem Rheinland ausdrücke, der jetzt im Frankenland heimisch geworden sei. Ausdrücklich dankte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz für die große Gastfreundschaft, die der Ständige Rat immer wieder bei seinen Sitzungen im Würzburger Exerzitienhaus Himmelspforten erfahre. „Mit heiterer Besonnenheit, liebenswürdiger Noblesse und theologischem Sachverstand bereicherst Du die Diskussionen und die Arbeit unserer Bischofskonferenz. Wenn es gilt, schwierige Themen anzupacken, lässt Du Dich in die Pflicht nehmen. Dein Engagement und Pflichtbewusstsein, Deine Tatkraft und Dein Anpacken sind Deine Markenzeichen und Gütesiegel.“ Besonderen Dank sprach Erzbischof Zollitsch Bischof Hofmann für dessen Bereitschaft aus, sich vor zehn Jahren für das Projekt der Herausgabe eines neuen Gotteslobes für den deutschsprachigen Raum zur Verfügung zu stellen. „Ich bin überzeugt, dass auch die jetzt anlaufende letzte redaktionelle Phase bei Dir in besten Händen liegt“, sagte er. Außerdem würdigte Erzbischof Zollitsch in seinem Grußwort das Engagement Bischof Hofmanns in der Kommission für Wissenschaft und Kultur der Deutschen Bischofskonferenz. „Dort sind es vor allem die Anliegen des musisch-ästhetischen Engagements der Kirche und des interkulturellen Dialogs mit der Gesellschaft. Du setzt Dich unermüdlich um Kunst und Kultur in der theologischen Aus- und Fortbildung ein und hast entsprechende Ergänzungen in der ‚Rahmenordnung für die Priesterbildung’ angeregt.“ Erzbischof Zollitsch weiter: „Vom Rhein bist Du an den Main gekommen. Dein Wirken ist geprägt vom Mut, auch immer wieder zu neuen Ufern aufzubrechen. Diesem Pilgerweg hast Du Dich verschrieben. Dieses Pilgern prägt Dein Leben.“ Unter den rund 400 Gästen hieß Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand zu Beginn der Feier besonders den Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Jean-Claude Périsset, Reinhard Kardinal Marx aus München sowie den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, willkommen. Die Nachbarbistümer Erfurt und Fulda waren mit den Bischöfen Joachim Wanke und Heinz-Josef Algermissen sowie Weihbischof Hans-Reinhard Koch vertreten, Bischof Hofmanns Heimatdiözese Köln mit den Weihbischöfen Heiner Koch und Klaus Dick. Zu den weiteren kirchlichen Würdenträgern zählten der Sekretär des Päpstlichen Laienrats, Bischof Josef Clemens, aus Rom, Bischof Gregor Maria Hanke aus Eichstätt, Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele sowie die Würzburger Weihbischöfe Ulrich Boom und Helmut Bauer. Die evangelische Kirche war mit Regionalbischof Christian Schmidt und Dekanin Dr. Edda Weise vertreten, die Israelitische Kultusgemeinde mit dem Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster. Bundes- und Landtagsabgeordnete mit Landtagspräsidentin Barbara Stamm an der Spitze zählten ebenso zu den Gratulanten wie Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer und zahlreiche unterfränkische Landräte und Bürgermeister. Seitens der Justiz nahmen Dr. Günter Paul, Präsident des Hessischen Staatsgerichtshofes, die Präsidentin des Landgerichts Würzburg, Anna Maria Stadler, und des Sozialgerichts Würzburg, Dr. Irmgard Kellendorfer, sowie Polizeipräsidentin Liliane Matthes teil. Präsident Professor Dr. Alfred Forchel stand an der Spitze der Vertreter der Universität Würzburg. Musikalisch gestalteten Domorganist Professor Stefan Schmidt sowie Danae und Kiveli Doerken am Klavier die Feierstunde. Bischof Hofmann dankte am Ende der Feier allen, „die mithelfen, dass wir dem Auftrag Christi ein Stück weit gerecht werden“. Die Feier anlässlich seines Geburtstags betrachte er als Miteinander des Bistums. Mit launigen Worten sagte der Bischof schließlich, dass er auf die Frage eines Gratulanten nach seinem Geburtstag am Tag des Heiligen Pankratius geantwortet habe: „Ich bin lieber ein Eisheiliger als ein Scheinheiliger.“ (2012/0548; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Fotos abrufbar im Internet |