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Markus Hauck (POW) |
| Gaben den Startklick für das auf Bayern ausgerichtete Internetportal www.intakt.info (von links): Ministerialrätin Gisela Deuerlein-Bär, Würzburgs Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann, 'intakt'-Projektleiterin Hildegard Metzger und Uschi Kriener, Diözesanvorsitzende des Familienbunds der Katholiken. |
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Würzburg (POW) Informationen für bayerische Eltern mit behinderten Kindern bietet das Internetportal www.intakt.info. Ministerialrätin Gisela Deuerlein-Bär vom Bayerischen Sozialministerium und Würzburgs Oberbürgermeisterin Dr. Pia Beckmann starteten die Webseiten für ganz Bayern am Donnerstag, 16. Juni, in Würzburg mit einem symbolischen Mausklick. Als virtuelle Selbsthilfegruppe im Internet konzipiert, liefert das Portal unter anderem die Adressen von insgesamt 4.300 Einrichtungen in Bayern, bei denen Eltern von Kindern mit Behinderung Rat und Hilfe finden. Das Sozialministerium fördert das Projekt mit bis zu 40.000 Euro. Kosten, die durch die Fördergelder des Freistaats nicht abgedeckt sind, trägt der Familienbund der Katholiken (FDK) in der Diözese Würzburg. Das Bistum Würzburg und die Sparkassenstiftung gaben je 5000 Euro. Eine große Zahl von Ehrenamtlichen engagiert sich bei „intakt“ und hilft laut Deuerlein-Bär, die Ausgaben niedrig zu halten. Ursprünglich geht das Internetportal „intakt“ auf eine Initiative des Würzburger Familienbunds zurück. Die Plattform wurde in den Jahren 2001 und 2002 mit bayerischen Fördergeldern als Modellprojekt für den Raum Unterfranken geschaffen. Seither wurden rund 500.000 Zugriffe aus dem gesamten deutschsprachigen Raum verzeichnet. Deuerlein-Bär bezeichnete das Elternbildungsprojekt als zukunftsweisend. Es gebe konkrete Antworten, wo das Ministerium keine Auskunft geben dürfe. Als Beispiel nannte sie die Suche nach einem Zahnarzt, der Erfahrung in der Behandlung behinderter Kinder habe. Im Bereich pränataler Diagnostik hätten viele Besucher des Internetportals von anderen Betroffenen wichtigen Beistand erfahren. Das habe viele Eltern von einer Abtreibung abgehalten. „Dieses Angebot hilft also auch, ungeborenes Leben zu schützen.“ Deuerlein-Bär dankte dem Bistum Würzburg, das mit dem Familienbund gemeinsam etwas Besonderes geschaffen habe. „Man merkt ‚intakt’ an, dass bei der Konzeption betroffene Eltern, Lehrer, Wissenschaftler und Verbände an einem Tisch saßen“, erklärte Würzburgs Oberbürgermeister Beckmann, frühere Diözesanvorsitzende des FDK und Mitglied des Projektbeirats. Es stehe Würzburg als deutscher Hauptstadt der Selbsthilfe bestens zu Gesicht, dass ein derart niederschwelliges Selbsthilfeangebot wie „intakt“ hier entstanden sei. Im Internet schränkten keine Büroöffnungszeiten die Erreichbarkeit ein. Als Vertreterin der Kommunen sei sie sehr froh und dankbar für die vielfältige Hilfe, die durch „intakt“ zugänglich gemacht werde. Für die inhaltliche Qualität sorgt nicht zuletzt die enge Verflechtung des Projekts mit der Sonderpädagogik an der Universität Würzburg. Experten stünden regelmäßig in den Chaträumen bereit, für spezielle Anfragen führe ein Link direkt auf die Homepage des sonderpädagogischen Instituts, erklärte Privatdozent Dr. Erwin Breitenbach. „Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, dass betroffene Eltern zum Teil herausragendes Fachwissen haben. Wir ermuntern sie, diesen Schatz weiterzugeben.“ Weil diese Hilfe zur Selbsthilfe allen Betroffenen, gleich welcher Religion, offen stehe, sei sie besonders katholisch, erklärte Dr. Harald Ebert, Schulleiter der Würzburger Don-Bosco-Schule und Projektbeirat. Die betroffenen Eltern möchten das Internetportal nicht mehr missen. „Über den Chat habe ich Kontakte zu anderen Familien mit behinderten Kindern geknüpft. Einige haben uns mittlerweile schon besucht“, sagte Dagmar Regh aus Niedernberg, Mutter eines körperbehinderten Sohns. Anita Ruhwedel aus Veitshöchheim hat eine behinderte Tochter und nutzt vor allem die Datenbankfunktion. „Ich finde jetzt auf Anhieb alle relevanten Adressen der Ansprechpartner, ohne mühsam Telefonbücher durchsuchen zu müssen.“ Weitere Informationen im Internet unter www.intakt.info. (2505/0824; E-Mail voraus) Hinweis für Redaktionen: Foto abrufbar im Internet |