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Pressestelle des Ordinariates Würzburg  > Jahresrückblick  > Jahresrückblick 2003

Januar 2003

Bei ökumenischen Gesprächen mit Vertretern der Altorientalischen Kirchen vom 26. bis 29. Januar in Rom kommt es zur persönlichen Begegnung zwischen Bischof Dr. Paul-Werner Scheele (links) und Papst Johannes Paul II. Im Hintergrund Walter Kardinal Kasper, der Präsident des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen.
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3. Januar: Die Sternsingeraktion 2003 im Bistum Würzburg wird offiziell eröffnet. Rund 50 Kinder und Jugendliche machen, als Sternsinger verkleidet, Würzburgs Bürgermeisterin Marion Schäfer im Rathaus ihre Aufwartung. Insgesamt sammeln die rund 8500 Sternsinger 981.947 Euro in 674 Gemeinden der Diözese.

5. Januar: Der „Choir of Christ Church Saint Laurence“, einer der renommiertesten Chöre Australiens, gastiert im Würzburger Kiliansdom. Der Besuch vertieft die 1991 begründeten intensiven Kontakte der Dommusik nach Sydney.

5. Januar: „Mit großem Bedauern“ teilen die Missionare von Mariannhill mit, dass sie sich nach 91 Jahren mit Ende des Schuljahrs 2002/2003 von ihrem Studienseminar Aloysianum in Lohr am Main (Landkreis Main-Spessart) trennen.

6. Januar: Jesuitenpater Dr. Josef Grotz (89), 20 Jahre lang Spiritual am Würzburger Priesterseminar und von 1976 bis 1996 Rektor der Würzburger Marienkapelle, stirbt in Unterhaching. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele würdigt den Verstorbenen als unermüdlichen Sucher, der vielen Menschen beigestanden und das Wort Gottes bezeugt habe.

6. Januar: In der Hauskapelle der Missionsärztlichen Klinik sendet Bischof Dr. Paul-Werner Scheele die Ärztin Dr. Christine Osiander und ihren Ehemann, Ingenieur Stefan Schranner, vom Missionsärztlichen Institut Würzburg nach Papua-Neuguinea aus.

8. Januar: Erzbischof Giovanni Lajolo, Apostolischer Nuntius in Deutschland, dankt im Namen des Papstes allen Gläubigen der Diözese für die Verbundenheit mit dem Papst. 72.654,46 Euro hatte die Diözese Würzburg im Jahr 2002 als Peterspfennig an den Heiligen Stuhl überwiesen.

10. Januar: Die Pastoralreferentinnen und -referenten im Bistum Würzburg wählen bei ihrer Vollversammlung in Würzburg Christine Endres, Pastoralreferentin in Gerbrunn, und Dirk Rudolph, Pastoralreferent im Referat für Ministrantenarbeit und liturgische Bildung, zu Sprechern der pastoralen Berufsgruppe. Diese lösen Maria Gumpert und Johannes Simon ab, die diese Aufgabe seit 1997 drei Wahlperioden lang ausübten.

11. Januar: Mehr als 80 Pfarrgemeinderäte, Seelsorger und Vertreter kirchlicher Gruppierungen aus ganz Unterfranken untersuchen bei einer Tagung in der katholischen Landvolkshochschule „Klaus von Flüe“ in Münsterschwarzach „die wachsende Vielfalt dörflicher Lebensformen“. Von der Kirche fordern sie vor allem Offenheit und Aufgeschlossenheit: Die Teilnehmer wünschen sich Vertrauen und Kompetenzen, die ihnen Entscheidungen vor Ort ermöglichen.

17. Januar: Hans Häußler, Leiter der Arbeitsstelle Misereor in Bayern, und Christiane Hetterich vom Missionsreferat der Diözese eröffnen die Ausstellung „Vielfalt ist Zukunft – Wasser ist Leben“ im Sankt Burkardushaus. Misereor wendet sich gegen die Patentierung von Saatgut und weist auf die Probleme der Trinkwasserverknappung in der so genannten Dritten Welt hin.

17. Januar: Der Verein Würzburger Partnerkaffee spendet im Missionsärztlichen Institut Würzburg 5000 Euro für die tansanische „Mama Clementine Foundation“. Seit 1988 unterstützt das Würzburger Haus die Selbsthilfeeinrichtung in Afrika.

18. Januar: Mit einem Ökumenischen Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in der Aschaffenburger Stiftsbasilika wird die „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ eröffnet. Bischof Dr. Paul-Werner Scheele spricht zum Thema „Grünewalds Stuppacher Madonna“. Er deutet das Gemälde als Appell, das Beste zu tun und zu hoffen.

19. Januar: Vertreter der Internationalen Katholischen Friedensbewegung Pax Christi fordern vor dem Exerzitienheim Himmelspforten, wo der Ständige Rat tagt, ein klares Wort der Deutschen Bischofskonferenz gegen einen Irakkrieg. Es sei nicht zu verantworten, wenn allein der Verdacht auf Massenvernichtungsmittel die Tötung zahlloser Menschen rechtfertige, betonen die Demonstranten.

21. Januar: Nach zwei Jahren informeller Vorarbeit wird in Miltenberg eine Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) gegründet. Dem Zusammenschluss gehören die katholische Pfarrgemeinde Sankt Jakobus, die evangelische Kirchengemeinde, die evangelisch-freikirchliche Gemeinde und die evangelische freie Gemeinde an.

23. Januar: Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) in Würzburg präsentiert sich der Öffentlichkeit. Acht Kirchen und christliche Gemeinschaften wollen im organisierten Gespräch und Handeln die Ökumene in Würzburg voranbringen. Zur AcK Würzburg gehören die Römisch-Katholische, die Evangelisch-Lutherische, die Evangelisch-Methodistische, die Altkatholische, die Griechisch-Orthodoxe, die Rumänisch-Orthodoxe und die Syrisch-Orthodoxe Kirche sowie die Mennoniten-Gemeinde.

23. Januar: Beim ökumenischen Gebet im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen betonen Landesbischof Jürgen Johannesdotter von der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe, der griechisch-orthodoxe Bischof Evmenios von Lefka (Aachen) und der katholische Professor Dr. Joachim Gnilka in der Würzburger Franziskanerkirche: Die Einheit der Christen beginnt mit dem gemeinsamen Gebet.

29. Januar: Bei einem Festakt im Sankt Burkardushaus feiern rund 80 ehemalige und aktive Seniorenarbeiter aus der ganzen Diözese Würzburg das 40. Jubiläum des Katholischen Senioren-Forums.

30. Januar: Bischof Dr. Paul-Werner Scheele ruft zusammen mit Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und dem Vorstand des Diözesanrats angesichts des Irak-Konflikts die über 600 Pfarreien und Kuratien erneut zum Gebet um den Frieden auf.

30. Januar: Weihbischof Helmut Bauer feiert mit rund 650 Soldatinnen und Soldaten aus den Standorten Amberg, Aschaffenburg, Ebern, Hammelburg, Külsheim, Mellrichstadt, Roth, Tauberbischofsheim, Veitshöchheim, Volkach und Wildflecken im Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst. „Kriege werden letztlich nicht im Sicherheitsrat der UNO entschieden, sondern in den Herzen der Menschen“, ruft Weihbischof Bauer ihnen zu.

31. Januar: Bischof Dr. Paul-Werner Scheele teilt bei seiner Rückkunft aus Rom mit, dass er Papst Johannes Paul II. seinen Amtsverzicht angeboten hat. Im Vatikan hatte er vom 26. bis 29. Januar an Ökumene-Gesprächen der römisch-katholischen Kirche mit Vertretern der Altorientalischen Kirchen teilgenommen.

31. Januar: Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer stellt gemeinsam mit Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand einen ausgeglichenen Haushaltsplan der Diözese mit einer Etathöhe von 142,3 Millionen Euro vor, der ohne Kredite und Zugriff auf Rücklagen auskommt. Nach den Worten des Finanzchefs ist aber „Mut zum kreativen Sparen angesagt“. Nach wie vor habe jedoch die Pastoral Vorfahrt, sagt der Generalvikar.