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Pressestelle des Ordinariates Würzburg  > Jahresrückblick  > Jahresrückblick 2005

Januar

Der scheidende Domorganist Paul Damjakob (links) überreicht die Schlüssel der Würzburger Domorgel im Beisein von Domdekan Prälat Kurt Witzel an dem neuen Würzburger Domorganisten Stefan Schmidt.
Der scheidende Domorganist Paul Damjakob (links) überreicht die Schlüssel der Würzburger Domorgel im Beisein von Domdekan Prälat Kurt Witzel an dem neuen Würzburger Domorganisten Stefan Schmidt.
1./2. Januar:
Bei der Sonderkollekte zugunsten der Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien spenden die Gläubigen im Bistum Würzburg 892.483,04 Euro. Kurz nach Weihnachten 2004 hatte die Diözese bereits 100.000 Euro Soforthilfe bereitgestellt.
2. Januar: Als eine der entscheidenden Herausforderungen der Zukunft der Kirche sieht Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die persönliche Begegnung mit den Menschen. Pastoral gehe nicht über Papiere oder Sitzungsergebnisse vonstatten. Vielmehr müssten sich die Seelsorger vor Ort Zeit nehmen für pastorale Gespräche, für die Not der dort lebenden Menschen, sagt er in einem Interview mit dem Würzburger katholischen Sonntagsblatt.
4. Januar: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann gedenkt zusammen mit rund 40 Tamilen am Vierröhrenbrunnen in Würzburg der Flutopfer in Südostasien.
4. Januar: Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer empfängt rund 50 Sternsinger aus Pfarreien in Stadt und Landkreis Würzburg in der Regierung von Unterfranken. Beispielland der diesjährigen Sternsingeraktion ist Thailand. Das Motto lautet: „Kinder haben eine Stimme“. Angesichts der Tsunami-Katastrophe erreichen die Sternsinger ein neues Rekordergebnis. Insgesamt sammeln die rund 8500 Kinder und Jugendlichen in den Tagen um Dreikönig im Bistum Würzburg 1.709.647,51 Euro.
5. Januar: Die Apostolische Nuntiatur in Deutschland dankt im Namen des Papstes allen Gläubigen der Diözese für die Verbundenheit mit dem Papst. 66.335,74 Euro hatte die Diözese Würzburg im Jahr 2004 als Peterspfennig an den Heiligen Stuhl überwiesen.
6. Januar: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann sendet die Ärztin Dr. Barbara Krumme (61) bei einer Feier im Missionsärztlichen Institut Würzburg für drei Jahre nach Simbabwe aus.
9. Januar: Mit einem Pontifikalgottesdienst und einem Benefizkonzert im Kiliansdom sowie mit einem Festakt im Sankt Burkardus-Haus wird Deutschlands dienstältester Domorganist Paul Damjakob (65) in Würzburg gebührend in den Ruhestand verabschiedet. Damjakob habe die Kirchenmusik im Kiliansdom in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich mitbestimmt, sagt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann beim Festgottesdienst. Dompropst Weihbischof Helmut Bauer bezeichnet Damjakob als Glücksfall und Segen. Nachfolger Damjakobs ist der 38-jährige Düsseldorfer Stefan Schmidt.
9. Januar: Erstmals besucht Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die Katholische Hochschulgemeinde Würzburg. „Sie können auf mich zählen“, sagt er zu den über 200 Studenten.
14. Januar: Benediktinerpater Ignatius Bockreiß stirbt mit 92 Jahren in Münsterschwarzach. Bockreiß wirkte unter anderem auf der Franziskushöhe in Lohr am Main. Mit dem Einsatz für die Katholisch-Charismatische Gemeindeerneuerung machte er sich in der Diözese Würzburg einen Namen.
14. Januar: Zum Weltfriedenstag feiert Bischof Dr. Friedhelm Hofmann einen Friedensgottesdienst in der Würzburger Franziskanerkirche. Böses dürfe nicht mit Bösem, Terror und Krieg nicht mit Krieg vergolten werden, sagt der Bischof. Pax Christi, die Gemeinschaft Sant’Egidio, die Ackermann-Gemeinde, der Katholische Deutsche Frauenbund und die Nagelkreuz-Bewegung laden zu der Feier ein.
14./18. Januar: Bei den Vollversammlungen der Pastoral- und Gemeindereferentinnen und -referenten in Würzburg und am Volkersberg ermutigt Bischof Dr. Friedhelm Hofmann die hauptamtlichen pastoralen Laienmitarbeiterinnen und -mitarbeiter der Diözese, ihre spezielle Kompetenz zu nutzen und noch stärker in die Seelsorge einzubringen. Nicht möglich sei es aber nach geltendem kirchlichen Recht, dass Pastoral- und Gemeindereferenten bei der Eucharistiefeier predigten, betont der Bischof. Die Vorgaben der Weltkirche seien auch im Bistum Würzburg zu respektieren.
16. Januar: Im Alter von 84 Jahren stirbt der erste Umweltbeauftragte des Bistum, Josef Hirschmann, in Fürstenfeldbruck.
18. Januar: Überraschend stirbt Dekan Lothar Kirchner, Pfarrer von Kothen und Motten, in der Nacht vom 17. auf 18. Januar im Alter von 59 Jahren. Sein besonderes Engagement galt dem Wallfahrtsort Maria Ehrenberg im Truppenübungsplatz Wildflecken. Seit 2000 war Kirchner Dekan von Hammelburg und wirkte seit 1996 im Priesterrat der Diözese.
19. Januar: Zum Auftakt der Weltgebetswoche für die Einheit der Christen nimmt Weihbischof Helmut Bauer am Ökumenischen Gebet in der Franziskanerkirche in Würzburg teil. Russisch-orthodoxe, evangelische und katholische Christen beten gemeinsam um die Einheit der Christen und betonen: „Jesus Christus ist das gemeinsame Fundament.“
20. Januar: Der Würzburger Diözesanvorstand des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fordert die Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht. Er reagiert damit auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, das die derzeitige Einberufungspraxis als verfassungskonform bestätigt.
21. Januar: Der älteste im Bistum Würzburg lebende Priester, Pater Josef Schröder von den Missionaren von der Heiligen Familie in Lebenhan, stirbt im Alter von 97 Jahren. Von 1974 bis 1997 war er Seelsorger von Rödelmaier.
22./27. Januar: In München und in Karlstadt am Main erinnert man an den vor 60 Jahren am 23. Januar 1945 im Berliner Gefängnis Plötzensee hingerichteten Widerstandskämpfer Dr. Franz Sperr, der 1878 in Karlstadt geboren wurde. Verurteilt wegen seiner Mitwisserschaft um das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944, zählt Sperr zu den Märtyrern der 20. Jahrhunderts.
23. Januar: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert einen Gottesdienst im byzantinischen Ritus in der Würzburger Augustinerkirche. Die Liturgie steht im Zeichen der Weltgebetsoktav für die Einheit der Christen. „Unser aller Herz müsste brennen, weil wir die Einheit der Christen auch aufgrund eigener Schuld nicht verwirklichen“, sagt er.
26. Januar: Mit einem Vortrag von Professor Dr. Elmar Klinger endet die Ringvorlesung der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Würzburg zum Jahr der Eucharistie. Das Thema lautete „Mehr als Brot und Wein. Theologische Kontexte der Eucharistie“.
27. Januar: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann feiert mit rund 600 Soldatinnen und Soldaten aus fränkischen und oberpfälzischen Standorten im Kiliansdom einen Pontifikalgottesdienst. Die Soldaten nennt er Friedensstifter und Friedensbewahrer.
27. Januar: Pfarrer i. R. Anton Schäfer stirbt im Alter von 92 Jahren in Schweinfurt. 47 Jahre lang war er Pfarrer von Brebersdorf im Landkreis Schweinfurt. Er erwarb sich große Verdienste um die Fränkischen Passionsspiele in Sömmersdorf.
28. Januar: Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer stellt gemeinsam mit Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand den Haushaltsplan der Diözese mit einer Etathöhe von 126,4 Millionen Euro vor. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um sieben Millionen Euro. Die Diözese Würzburg setzt den 2003 eingeleiteten Prozess des „Erneuerns und Sparens“ fort. Sparen dürfe aber nicht zum Dauerthema werden, das andere Energien blockiere, sagt Hillenbrand.
30. Januar: Pfarrer Nikolaus Hegler verabschiedet sich von seiner Pfarrgemeinde in Kleinwallstadt. Er tritt das Amt des Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) und des Leiters der Betriebsseelsorge der Diözese Würzburg an.