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Pressestelle des Ordinariates Würzburg  > Jahresrückblick  > Jahresrückblick 2006

September 2006

 

Paul (rechts) und sein Cousin Felix Fleckenstein zeigen am Sonntag, 10. September, im Pilgerzug nach München, die T-Shirts, die sie zum Papstbesuch geschenkt bekommen haben. Sie gehören zu den Würzburger Pilgern, die auf dem Messegelände in Riem mit Benedikt XVI. Gottesdienst feiern.
Paul (rechts) und sein Cousin Felix Fleckenstein zeigen am Sonntag, 10. September, im Pilgerzug nach München, die T-Shirts, die sie zum Papstbesuch geschenkt bekommen haben. Sie gehören zu den Würzburger Pilgern, die auf dem Messegelände in Riem mit Benedikt XVI. Gottesdienst feiern.
1. September:
Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ernennt Privatdozent Pfarrer Dr. Petro Müller (46), seit 2003 Seelsorger von Esselbach, zum Ökumenereferenten der Diözese Würzburg. Müller folgt Dr. Rainer Dvorak nach, der als stellvertretender Leiter der Katholischen Akademie Domschule künftig auch für „Theologie im Fernkurs“ verantwortlich ist.

6. September: Gegen einen vorzeitigen Adventsrummel wendet sich der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) mit einer Plakataktion mit dem Titel „Advent ist im Dezember“. „Lebkuchen und Weihnachtsgebäck sind bereits ab September in den Regalen der Supermärkte zu finden“, sagt KDFB-Diözesanvorsitzende Elisabeth Stula. Ein Umstand, den sie und die 15.000 Frauen im KDFB der Diözese Würzburg nicht mehr hinnehmen möchten.

7. September: Das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand und Dr. Josef Schuster, Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, in München. Ministerpräsident Edmund Stoiber übergibt die Auszeichnungen im Namen von Bundespräsident Horst Köhler im Kuppelsaal der Staatskanzlei.

8. September: Aus Anlass der Einweihung vor 165 Jahren enthüllen auf dem Gelände der ehemaligen jüdischen Synagoge in der Würzburger Domerschulstraße Vertreter der jüdischen Gemeinde, der katholischen und der evangelischen Kirche und der Stadt Würzburg einen Gedenkstein.

8. September: Mehr als 2000 Frauen aus dem Bistum Würzburg nehmen an der Diözesanwallfahrt des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) nach Retzbach teil. Hauptzelebrant beim Wallfahrtsgottesdienst auf dem Freigelände neben der Wallfahrtskirche ist Pfarrer Gottfried Amendt, Klinikseelsorger an den Universitätskliniken in Würzburg.

9. bis 14. September: Mehrere tausend Gläubige aus dem Bistum Würzburg nehmen am Besuch von Papst Benedikt XVI. in seiner bayerischen Heimat teil. Vor allem beim großen Gottesdienst auf dem Freigelände der Neuen Messe München am 10. September ist das Bistum Würzburg mit Gruppen aus zahlreichen Pfarreien vertreten. Fränkische Pilger fahren mit einem Sonderzug zur Eucharistiefeier nach München. Aber auch in Altötting und Regensburg jubeln Gläubige aus dem Kiliansbistum dem Papst zu und feiern mit ihm Gottesdienst. Die Papstreise steht unter dem Motto: „Wer glaubt, ist nie allein“. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann zeigt sich begeistert von der Botschaft des Papstes: Benedikt XVI. führe die Gläubigen zu den Wurzeln des Christentums.

10. September: Im Alter von 91 Jahren stirbt Studiendirektor a. D. Anton Hubert in Bad Neustadt. Neben dem Religionsunterricht engagierte sich der Priester 40 Jahre lang in der Seelsorge der Bad Neustädter Pfarrei Mariä Himmelfahrt.

11. September: Dr. Johannes Merz, Leiter der Schriftgutverwaltung der Diözese Würzburg, ist zum außerplanmäßigen Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München ernannt worden.

14. September: Im Alter von 82 Jahren stirbt Pfarrer i. R. Friedrich Göpfert, langjähriger Seelsorger von Bibelried, in Würzburg.

16. September: Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele weiht den Diakon und Augustinerbruder Professor Dr. Joseph Quy Lam Cong in der Würzburger Augustinerkirche zum Priester.

17. September: Auf 1300 Jahre blickt die Marienkirche in der Festung Marienberg zurück. Keine Kirche im Bistum Würzburg ist älter. Bei einer Wallfahrt und einer Festandacht mit Weihbischof Helmut Bauer feiert die Würzburger Pfarrei Sankt Burkard das Jubiläum.

18. September: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ruft die Priester und Diakone im Bistum Würzburg auf, auf dem Weg zur Pfarreiengemeinschaft die Lasten so zu verteilen, dass sie nicht erdrückten, sondern zu bewältigen seien. „Wir brauchen die Freude an Gott, denn es ist nicht einfach, die neuen Wege zu gehen“, sagt er in seiner Predigt vor über 320 Seelsorgern in der Pfarrkirche in Heidenfeld beim Tag der Priester und Diakone. Der Studienteil des Tages mit Jesuitenpater Dr. Lothar Lies, Professor für Dogmatik an der Universität Innsbruck und früherer Studentenseelsorger in Würzburg, steht unter dem Thema „Aus der Eucharistie leben“.

19. September: Rund 18.000 Anrufe gingen bei der Würzburger Telefonseelsorge im vergangenen Jahr ein, Tendenz steigend. Vor zehn Jahren hatte die ökumenische Einrichtung gerade einmal halb so viele Anrufer. Besonders Harz IV und die ständige Erreichbarkeit durch das Handy habe die Arbeit in den vergangenen Jahren verändert. Das erklärt Ruth Belzner, Leiterin der Telefonseelsorge, bei einer Pressekonferenz.

20. September: Der Künstler Bernard Schultze spricht nach den Worten von Bischof Dr. Friedhelm Hofmann in seinem Werk das Lebensgefühl vieler Menschen aus. „Sie sind auf der Suche nach dem Lebenssinn, irren durch unentwirrbare Gefühlswelten, verlieren sich in Traum- oder Scheinwelten, machen Anleihen bei der antiken Mythologie oder fernöstlichen Religionen“, sagt der Bischof bei der Eröffnung der Ausstellung „Bernard Schultze – Bildwelten 1982-2004“. An der Veranstaltung im Museum am Dom nehmen rund 300 Gäste teil. Bis 17. Dezember sind 54 Werke Schultzes im Obergeschoss des Museums zu sehen. Die Präsentation bildet den Auftakt einer Reihe außergewöhnlicher Herbstausstellungen bedeutender zeitgenössischer Künstler im Museum am Dom in Würzburg.

20. September: Bei einer Eucharistiefeier nimmt die neue gesamtdeutsche Provinzleitung der Schwestern vom Guten Hirten im Würzburger Stadtteil Heuchelhof die Arbeit auf. Zelebrant ist Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand. Die Schwestern vom Guten Hirten hatten ihre beiden deutschen Provinzen vereint. Sitz der neuen „Deutschen Provinz der Schwestern vom Guten Hirten“ ist Würzburg. Schwester Daniela Kubiak, bisher Leiterin der norddeutschen Provinz, leitet die neue Deutschen Provinz.

22. September: „Integration beginnt im Kopf. Für ein besseres Zusammenleben von Deutschen und Zuwanderern“: Unter diesem Jahresthema der Caritas steht der Vinzenztag der Caritas im Aschaffenburger Martinushaus. Vor über 150 Gästen aus Politik und Kirche zeichnet Domkapitular Dietrich Seidel und Landtagsvizepräsidentin Barbara Stamm vom Vorstand des diözesanen Caritasverbands vier Schulprojekte aus, die sich um den erstmals ausgeschriebenen Vinzenzpreis der Caritas beworben hatten. Professor Dr. Georg Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes, überreicht Klaus Diedering den „Brotteller“ des Deutschen Caritasverbandes. Diedering hatte 30 Jahre lang den Kreiscaritasverband Haßberge geführt.

22. September: Wechsel im Würzburger Bischofshaus: Bei einer Vesper und einer Feierstunde verabschiedet Bischof Dr. Friedhelm Hofmann seinen bisherigen Sekretär Diakon Dr. Martin Faatz (42) und führt dessen Nachfolger Kaplan Simon Mayer (27) in das Amt ein.

23. September: Sechs Priesterseminaristen spendet Bischof Dr. Friedhelm Hofmann im Kiliansdom die Diakonenweihe. Zu Diakonen weiht er Artur Fröhlich aus Escherndorf, Andreas Hanel aus Poppenhausen, Bijoy Kachappilly aus Puthenchira east/Indien, Uwe Schüller aus Kleinbardorf, Christian Stadtmüller aus Johannesberg und Robert Stolzenberger aus der Pfarrei Unsere Liebe Frau in Aschaffenburg.

24. September: Die Sammlungswoche 2006 der Caritas unter dem Motto „Stärken Sie Zusammenhalt!“ beginnt. Bis 1. Oktober gehen einige Tausend ehrenamtliche Gemeindemitglieder von Haus zu Haus und sammeln für die Arbeit der Caritas.

28. September: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann hat die neuen „Richtlinien zur Errichtung einer Pfarreiengemeinschaft“ in Kraft gesetzt und eine eigene Steuerungsgruppe zur Umsetzung beauftragt. Bis zum 1. Fastensonntag 2010 werden nach Vorgaben des Bischofs die 525 Pfarreien und 95 Kuratien zu 180 Pfarreiengemeinschaften zusammengeschlossen sein. Der diözesanweiten Aufgabe des strukturellen und inhaltlichen Neubeginns hat der Bischof das Leitwort vorangestellt: „Neue Wege gehen – Die Freude an Gott ist unsere Stärke“. Domkapitular Hans Herderich, Leiter der Hauptabteilung Seelsorge, betont: „Die einzelnen Pfarreien, die zu einer Pfarreiengemeinschaft gehören, bleiben selbstständig. Sie werden nicht aufgelöst, auch wenn ein und derselbe Pfarrer für sie verantwortlich ist.“

28. September: Fast ein Jahr früher als geplant gehen nach mehr als fünf Jahren Planungs- und Bauzeit die Arbeiten am 256 Stufen umfassenden Stationsweg unterhalb des Würzburger Käppele zu Ende. Insgesamt belaufen sich die Kosten für die Restaurierung des Terrassenwegs mit den 14 Stationskapellen auf 4.265.000 Euro, rund 560.000 Euro mehr als zu Beginn der Maßnahme veranschlagt. Die Diözese Würzburg gibt 1,3 Millionen Euro, die Kirchenstiftung des Käppele muss 1.018.000 Euro aufbringen. Bischof Dr. Friedhelm Hofmann segnet die Anlage am 15. Oktober.

30. September: Weihbischof Helmut Bauer sendet in der Würzburger Pfarrkirche Sankt Burkard die Gemeindereferentinnen Andrea Hartmann (Würzburg-Sankt Adalbero) und Roswitha Hofmann (Hettstadt/Uettingen) aus.