Das Jahr 2007 im Bistum WürzburgJanuar 2007
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© Foto: Markus Hauck (POW)  |
| Filigran bis ins letzte Detail ist die in Heidingsfeld neu präsentierte Darstellung der Ölbergszene von Tilman Riemenschneider, die zwischen 1505 und 1510 geschaffen wurde. |
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1. Januar: Bischof Dr. Friedhelm Hofmann ruft die Menschen auf, voll Zuversicht ins neue Jahr 2007 zu gehen. „Jesus Christus ist derselbe – heute, wie gestern und morgen. Ihm dürfen wir uns in jeder Situation anvertrauen“, sagt er in seiner Silvesterpredigt im Würzburger Kiliansdom kurz vor Beginn des neuen Jahres. 3. Januar: 67.837,24 Euro hat die Diözese Würzburg im Jahr 2006 als Peterspfennig an den Heiligen Stuhl überwiesen. In einem Brief an Bischof Hofmann dankt Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone im Namen von Papst Benedikt XVI. für „diese großzügige Spende, mit der die Gläubigen Ihrer Teilkirche zu einem Spiegelbild der gütigen Freigebigkeit und Barmherzigkeit Gottes werden“. Im Jahr 2005 hatte die Diözese Würzburg insgesamt 71.706,43 Euro nach Rom überwiesen, 2004 waren es 66.335,74 Euro. 3. Januar: Als Chance, dass junge Menschen ihre Berufung als Mensch und Christ entdecken und annehmen, sieht Bischof Hofmann den aktuellen Umbruch in der Gesellschaft. In einem Interview mit der katholischen Zeitung „Die Tagespost“ sagt der Bischof, dass der „sinkende Grundwasserspiegel des Glaubens“ mitverantwortlich dafür sei, dass viel weniger junge Menschen einen geistlichen Beruf ergriffen. Andererseits wecke diese Situation aber bei einigen anderen, vor allem Älteren, den Wunsch, sich selbst einzubringen und den Lebensweg als Priester oder Diakon einzuschlagen. 4. Januar: Vier Mädchen aus der Schweinfurter Pfarrei Sankt Anton stehen auf der großen bundespolitischen Bühne in Berlin und vertreten die rund 8500 Sternsinger aus der Diözese Würzburg beim Empfang der Sternsinger aus den deutschen Diözesen bei Bundeskanzlerin Angela Merkel. In Würzburg machen rund 50 Kinder und Jugendliche als Sternsinger verkleidet Würzburgs Bürgermeister Dr. Adolf Bauer im historischen Wenzelsaal des Rathauses ihre Aufwartung. Damit wird offiziell die Sternsingeraktion 2007 im Bistum Würzburg eröffnet. 6. Januar: Die diesjährige Sternsingeraktion unter dem Motto „Kinder sagen Ja zur Schöpfung“ richtet den Blick besonders auf die Insel Madagaskar. Insgesamt sammeln die Sternsinger im Bistum Würzburg 1.250.231,02 Euro. Die Würzburger überbieten damit ihr Ergebnis aus dem Jahr 2006 um fast 60.000 Euro. Damals kamen 1.192.365 Euro zusammen. 10. Januar: Die Diözese Würzburg trauert um den langjährigen Direktor des Mainfränkischen Museums in Würzburg, Dr. Hanswernfried Muth (77). Sehr eng war Muth mit der Geschichte des Kiliansbistums und mit dem Museum am Dom verbunden. Papst Johannes Paul II. hatte Muth 2005 mit dem Päpstlichen Orden „Pro Ecclesia et Pontifice – Für Kirche und Papst“ ausgezeichnet. 11. Januar: Eine Delegation von 20 Personen, angeführt von Domkapitular Hans Herderich, vertritt das Bistum Würzburg beim Unterzeichnen der „Grundsatzerklärung der bayerischen Bistümer, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und der Bayerischen Staatsregierung für eine Zusammenarbeit zum Schutz des Klimas“ in München. 11. Januar: „Hände weg vom Kindergeld!“, fordert der Familienbund der Katholiken (FDK) in der Diözese Würzburg. Der Verband spricht sich gegen den Vorschlag der SPD aus, kostenlose Betreuungsplätze für Kleinkinder durch eine Kürzung des Kindergeldes zu finanzieren. 11./12. Januar: Rund 200 Kunstwerke zeigt die neu konzipierte Dauerausstellung im Museum am Dom in Würzburg. 50 Werke werden dabei erstmals im Museum am Dom präsentiert – unter ihnen der von der Stiftung Kunstsammlung der Diözese Würzburg erworbene und von zahlreichen Sponsoren finanzierte Kruzifixus aus der Werkstatt Tilman Riemenschneiders. Erstmals veranstaltet das Kinder- und Jugendforum des Museums am Dom zur Eröffnung eine Vernissage für Kinder. 12. Januar: Bis zum letzten Platz füllt die Gebetsstunde zum Weltfriedenstag die Würzburger Franziskanerkirche. Pater Dr. Anselm Grün aus Münsterschwarzach betont in seiner Predigt, dass es nur mit Frieden im eigenen Herzen gelinge, mit anderen im Frieden zu leben. Außerdem verweise die Bibel darauf, dass der Friede nur dort wachsen könne, wo sich Menschen für Gerechtigkeit einsetzten, das heißt, wo eine gerechte Verteilung der Ressourcen und Lebenschancen stattfinde. Die gemeinsame Gebetsstunde wird von Pax Christi, der Gemeinschaft Sant’Egidio, der Ackermann-Gemeinde, dem Katholischen Deutschen Frauenbund und der Nagelkreuz-Bewegung organisiert und durchgeführt. 12. Januar: Bei der Vollversammlung der Berufsgruppe der Pastoralreferenten im Würzburger Sankt Burkardushaus werden Gabriele Michelfeit und Stefan Warmuth für die nächsten zwei Jahre in das Amt der Gesamtsprecher der Pastoralreferenten und -assistenten gewählt. Als Vertreter der 151 Frauen und Männer der Berufsgruppe im Bistum Würzburg folgen sie Christine Endres und Dirk Rudolph nach, die nach zwei Wahlperioden nicht mehr kandidierten. 13. Januar: Mit der Nepomuk-Medaille ehrt die Ackermann-Gemeinde der Diözese Würzburg Bischof em. Dr. Josef Koukl (80), Leitmeritz. Sie würdigt die außerordentlichen Verdienste von Bischof Koukl für den Aufbau einer versöhnten, zukunftsorientierten und friedensstiftenden Nachbarschaft zwischen Tschechen und Deutschen. Die Medaille übergibt Adolf Ullmann, Vorsitzender der Ackermann-Gemeinde der Diözese Würzburg, während einer Wallfahrt in Philippsdorf. 14. Januar: Mit dem Familiensonntag beginnt das dritte und letzte Jahr der Initiative „Hier beginnt die Zukunft: Ehe und Familie“. Sie steht in diesem Jahr unter dem Motto „Ermutigen. Vertrauen. Voranbringen“. 14. Januar: Fairness, Teamgeist und Pressing: Unter diesen Aspekten steht die Neujahrsansprache 2007 von Bischof Hofmann im Würzburger Rathaus. 15. Januar: Das ehemalige „Restaurant auf dem Kreuzberg“ in der Rhön, Eigentum des Franziskanerordens, soll für neue Aufgaben umgerüstet werden. In Zukunft wird das „Bruder-Franz-Haus“ vom Kloster Kreuzberg für spirituelle Angebote und von den Landkreisen Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen als Informationsbüro genutzt. „Dafür wird das Gebäude äußerlich in den Zustand um 1950 zurückversetzt“, erläutert Franziskanerbruder Johannes Matthias Tumpach, Geschäftsführer des Wirtschaftsbetriebs auf dem Kreuzberg. 15. Januar: Professor Dr. Michael Rosenberger (44), aus Kitzingen stammender Priester der Diözese Würzburg und Inhaber des Lehrstuhls für Moraltheologie an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz (KTU), ist neuer Rektor der KTU. 15. Januar: Überraschend detailverliebt präsentiert sich die von Tilman Riemenschneider in der Zeit zwischen 1505 und 1510 geschaffene Ölberggruppe nach der Restaurierung. Pfarrer Christian Müssig und Kirchenpfleger Richard Wohlfart stellen in der Pfarrkirche Sankt Laurentius im Würzburger Stadtteil Heidingsfeld das im neuen Licht erscheinende historische Kunstwerk vor. Die Zusammenstellung von sechs Sandsteinfiguren, einem Gruppenmotiv und einem steinernen Flechtzaun ist in einer neu geschaffenen Kapelle zu sehen. 15.-19. Januar: Einen verbindlichen Stellenplan und eine langfristige Personalpolitik fordern die Gemeindereferenten der Diözese Würzburg bei ihrer Vollversammlung auf dem Volkersberg. Alexandra Eck und Burkard Vogt werden in ihrem Amt als Gesamtsprecher der Berufsgruppe bestätigt. Neue Sprecherinnen der Gemeindeassistenten sind Andrea Greiner und Catharina Benkert. Insgesamt gibt es 119 vom Bistum Würzburg in Voll- oder Teilzeit angestellte Gemeindereferenten. 18. Januar: Zahlreiche kleinere Schäden verzeichnet das Bistum Würzburg an kirchlichen Gebäuden nach Abzug des Orkans „Kyrill“. In der Rechtsabteilung des Bischöflichen Ordinariats gehen 274 Schadensmeldungen zur Bearbeitung ein. Die Schäden verteilen sich auf 177 Kirchen, 13 Kapellen, 36 Pfarrhäuser, 11 Kindergärten und 37 sonstige Gebäude. Die jeweilige Schadenssumme liegt meist unter 5000 Euro. An der Nordseite des Daches der Würzburger Marienkapelle werden an drei Stellen Ziegel auf einer Fläche von insgesamt vier Quadratmetern weggeweht. 23. Januar: Der erste Abt und Gründer des Würzburger Schottenklosters kehrt wieder an seine alte Wirkungsstätte zurück – zumindest eine Reliquie von ihm. Am Gedenktag des Stadtpatrons, des seligen Makarius (1090-1153), überreicht Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand ein Reliquiar mit einer Reliquie des Seligen an Salesianerbruder Diakon Michael Krämer vom Don-Bosco-Kloster am Schottenanger. Die Reliquie stammt aus dem Makariusschrein in der Würzburger Marienkapelle und wurde in den vergangenen Jahren im Bischofshaus aufbewahrt. 23. Januar: Mit einem Gedenkgottesdienst und einem Vortrag ehren Diözese Würzburg, Katholische Akademie Domschule, Lehrstuhl für Pastoraltheologie an der Universität Würzburg und Diözesangeschichtsverein Leben und Werk des vor 100 Jahren geborenen Professor Dr. Heinz Fleckenstein (1907-1995). 24. Januar: In Würzburg gibt es erstmals ein ambulant betreutes Wohnprojekt für haftentlassene Frauen. Das Kooperationsprojekt des Bayerischen Landesverbands für Gefangenenfürsorge und Bewährungshilfe, des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF), des Fachbereichs Frauen der Oberzeller Franziskanerinnen und der Stadt Würzburg wird in einer Pressekonferenz vorgestellt. 24. Januar: Für eine Fortsetzung der Ökumene auf der Basis der 1999 unterzeichneten Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre sprechen sich Vertreter christlicher Kirchen bei einem Podiumsgespräch der Gemeinschaft Sant’Egidio in Würzburg aus. Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele ruft besonders dazu auf, im ökumenischen Dialog Missverständnisse und Missdeutungen auszuräumen, die speziell in Deutschland verbreitet seien. Das ökumenische Gespräch findet im Rahmen der Gebetswoche für die Einheit der Christen statt und stellt sich der Frage: „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigung: Wie geht es weiter?“ 26. Januar: Als wegweisend und zukunftsorientiert würdigt Bischof Hofmann die Internetpräsenz des Bistums Würzburg, die ihr zehntes Jubiläum feiert: „Die Zahl der Internetnutzer in Deutschland hat sich in diesem Zeitraum verzwanzigfacht, die Besucherzahlen beim Bistum haben sich rund um das 400-fache gesteigert“, sagt der Bischof bei einer Feierstunde im Sankt Burkardushaus. Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand betont die innere Profilierung, die „Bistum Würzburg Online“ in dieser Zeit durchlaufen habe. 25. Januar: Mit über 600 Soldatinnen und Soldaten sowie Zivilbeschäftigten aus den Bundeswehr-Standorten Amberg, Aschaffenburg, Hammelburg, Hardheim, Külsheim, Roth, Tauberbischofsheim, Veitshöchheim, Volkach, Walldürn und Wildflecken feiert Bischof Hofmann im Kiliansdom einen Gottesdienst anlässlich des Weltfriedenstags. Eine europäische Verfassung mit Gottesbezug fordert der Bischof in seiner Predigt. 28. Januar: Die Bibel als gemeinsame Glaubensgrundlage steht im Mittelpunkt des ökumenischen Bibelsonntags, der seit 30 Jahren am letzten Sonntag im Januar gefeiert wird. 29. Januar: Pfarrer i. R. Theobald Hübner, langjähriger Pfarrer von Großwenkheim, stirbt im Alter von 76 Jahren in Bad Kissingen. 31. Januar: Einen ausgeglichenen Haushaltsplan 2007 ohne Kreditaufnahme und Rücklagenentnahme legt Bischöflicher Finanzdirektor Dr. Adolf Bauer für die Diözese Würzburg vor. 132.126.536 Euro umfasst der Haushalt, 2.419.710 Euro mehr als im Vorjahr. Bischof Hofmann zeigt sich bei der Präsentation im Sankt Burkardushaus erfreut darüber, dass im Bistum Würzburg keine akuten finanziellen Engpässe bestünden. Für die Gewährleistung einer „Seelsorge mit Gesicht“ spricht sich Generalvikar Dr. Karl Hillenbrand aus. Ein „simpler Rückzug aus der Fläche“, wie es manchmal als Radikalrezept propagiert werde, verbiete sich für das Bistum Würzburg mit seiner vorwiegend ländlichen Struktur von selbst. Der seit 2003 laufende Prozess „Erneuern und Sparen“ stelle nach wie vor eine Langzeitaufgabe dar. Dabei müssten aus Betroffenen Beteiligte werden, sagt der Generalvikar in seinem zweiten Zwischenbericht zum Prozess „Erneuern und Sparen“ im Bistum Würzburg.
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