Würzburg. Erstaunt nimmt der Diözesanverband des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) in der Diözese Würzburg zur Kenntnis, wie spontan, unbürokratisch und schnell schulische Leistungen in unserer Gesellschaft belohnt werden. Mit der Aktion „Freie Fahrt für 1er SchülerInnen“ belohnen der bayerische Kultusminister Spänle und die Deutsche Bahn in Bayern alle SchüllerInnen mit sehr guten Leistungen. SchülerInnen, die die entsprechende sehr gute Note vorweisen können, dürfen am 02. August den ganzen Tag kostenlos mit der Bahn durch Bayern fahren. „Es ist schon verblüffend, was alles umgesetzt werden kann, wenn es um die Belohnung von schulischen Leistungen geht“, stellt Kristina Bopp, BDKJ-Diözesanvorsitzende in Würzburg, fest. Im Hinblick auf die gesellschaftliche Anerkennung ehrenamtlichen Engagements außerhalb der Schule ist das eine interessante Entwicklung. Viele junge Menschen engagieren sich in Verbänden und Vereinen und gestalten so das Gemeinschaftsleben der Gesellschaft. Und „wie schwer tut sich Politik und Gesellschaft, adäquate Formen der Anerkennung für diese unentgeltliche Arbeit zu finden“, kritisiert Bopp. Darüber hinaus erscheint es dem Dachverband katholischer Jugendverbände mehr als fragwürdig, dass solche Formen der Selektion und Spitzenförderung durch das Bayerische Kultusministerium auch noch gefördert werden. Bopp fragt sich, warum „SchülerInnen vom Belohnungssystem ausgeschlossen werden, die zwar keine Eins im Zeugnis vorweisen können, aber sich beispielsweise von einer Vier auf eine Drei verbessert haben?“ Generell ist nichts gegen die Belohnung von guten Leistung einzuwenden, dennoch sollten alle im Blick behalten werden. Redaktion: Lukas Hartmann, BDKJ-Referent V.i.S.d.P.: Kristina Bopp, BDKJ-Diözesanvorsitzende Zeichen: 1682 |