|
|
| © Friedbert Simon (pfarrbriefservice.de) |
|
… nur danken kann ich, mehr doch nicht … dieser Vers aus dem Lied zur Gabenbereitung der so genannten Schubert-Messe fällt mir ein, wenn ich an den Oktober denke.
Zum einen weil er mit dem Erntedanksonntag beginnt, zum anderen weil wir am 3. Oktober das Fest der deutschen Einheit feiern dürfen und zum dritten auch weil der Oktober der Rosenkranzmonat ist. Vielleicht überrascht diese dritte Begründung, was hat diese Gebetsform, die für viele auch nicht die ihre ist, mit Danken zu tun. Meiner Meinung nach viel, weil in dieser Gebetsform wir betrachten können, was Gott für uns tut und wir eben dann nur in Dankbarkeit und mit Dankbarkeit antworten können. Wir betrachten einen Gott, der uns nahe kommt, der nicht in seiner Herrlichkeit bleibt, sondern einer von uns wird, auch im Leid und im Kreuz. Gerade auch der schmerzhafte Rosenkranz kann uns helfen, eine Sehweise auf unser Leben zu finden, die letztlich Gott danken lässt, weil er der solidarische Gott ist. Ich erlebe immer wieder, dass der Blick auf das Kreuz nicht die Fragen des Lebens beantwortet, aber die Kraft schenkt nicht zu verzweifeln und spüren lässt, du bist nicht allein, wenigstens Gott ist da, der selbst ein Leidender war, der diese Zeiten des Lebens nicht ausgespart hat, sondern der auch gerungen hat mit dem Willen des Vaters im Himmel. Und voller Dankbarkeit dürfen wir sein, wenn wir den so genannten glorreichen Rosenkranz betrachten, wenn wir mit den Augen des Herzens sehen, dass Leben in Fülle da ist, und das nicht nur für Jesus, den Sohn Gottes, sondern für den Menschen Maria. … nur danken kann ich, mehr doch nicht …eine Lebenshaltung, die im Monat Oktober die Einladung an uns ist: So möchte ich sie ermuntern, nicht nur einmal den Erntedank zu feiern am Sonntag beim Gottesdienst, sondern sich selbst einen „Erntedank-Altar“ zu schaffen, indem sie an einem Ort in der Wohnung eine Liste schön gestalten, in der sie Tag für Tag ein Erlebnis eintragen, das sie dankbar sein lässt. … nur danken kann ich, mehr doch nicht …und so als kleine Korrektur will ich noch anbringen, das nur dürfen wir getrost streichen, es bewegt sich viel in unserem Leben, wenn wir Dankbarkeit nicht nur von Kindern einfordern, so nach dem Motto, … na, wie sagt man …, sondern wir Dankbarkeit als Lebenshaltung einüben, gerade auch im Blick auf Gott, der uns mit Gaben beschenkt, der uns Begabungen schenkt, der uns durch sein mit uns sein mit Leben beschenkt. Stephan Hartmann, Domvikar Geistlicher Begleiter des Familienbundes
|